Air Doll (2009)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Hirokazu Kore-eda |
|---|---|
| Genre | Drama, Fantasy |
| Laufzeit | 116 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2009-09-26 |
| Budget | 125.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (288 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer bescheidenen Tokioter Wohnung lebt eine lebensgroße Gliederpuppe, die einzige Gesellschaft eines einsamen Mannes mittleren Alters. Er spricht mit ihr, badet sie, liebt sie, jeden Tag nach der Arbeit dasselbe Ritual. Dann geschieht das Unerklärliche: Die Puppe erwacht zu Bewusstsein, eine Seele zieht in sie ein. Neugeboren und überfordert von der Welt, ahnt sie doch, dass es jenseits der vier Wände mehr gibt. Als sie sich schließlich hinaustraut, ist sie fasziniert von allem, was sie sieht, begegnet vielen Menschen, ohne dass ihr jemand erklären kann, was es heißt, lebendig zu sein. In einer Videothek trifft sie auf den Verkäufer Junichi und verliebt sich augenblicklich in ihn.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 2009 und wurde von Hirokazu Kore-eda inszeniert. In den Hauptrollen sind Bae Doona sowie 井浦新, 板尾創路 und オダギリジョー zu sehen. Eingeordnet wird das Werk als Drama mit fantastischen Elementen.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Fantasy ergibt sich unmittelbar aus der Prämisse: Eine Puppe, die ein Bewusstsein entwickelt, ist als Figur zunächst ein fantastisches Element, doch die Erzählung nutzt diese Ausgangslage, um von Einsamkeit, Sehnsucht und dem Wunsch nach Nähe zu erzählen. Dass die Geschichte konsequent aus der naiven, staunenden Perspektive der neu erwachten Puppe erzählt wird, verschiebt den Fokus weg vom Fantastischen hin zu existenziellen Fragen: was es bedeutet, wahrgenommen zu werden, zu lieben, zu existieren. Die Nebenfiguren, denen die Puppe auf ihren Streifzügen begegnet, spiegeln offenbar unterschiedliche Facetten von Isolation in einer Großstadt wider, ohne dass ihr jemand eine befriedigende Antwort auf ihre Fragen geben kann.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film nicht als breiten Publikumserfolg, sondern eher als Titel für ein spezifisches, an ruhigen Dramen mit fantastischem Einschlag interessiertes Publikum lesen. Seit dem Erscheinungsjahr 2009 sind inzwischen mehr als fünfzehn Jahre vergangen, ohne dass sich an der grundsätzlichen Anlage der Geschichte – der stillen, melancholischen Erkundung von Einsamkeit durch die Augen eines künstlichen Wesens – etwas Zeitloses relativiert hätte. Innerhalb des Dramagenres nimmt der Film mit seiner fantastischen Prämisse eine eigenständige Position ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Bae Doona als Nozomi
- Arata Iura als Junichi
- Itsuji Itao als Hideo
- Joe Odagiri als Sonoda
- Sumiko Fuji als Chiyoko
- Masaya Takahashi als Keiichi
- Kimiko Yo als Receptionist Yoshiko
- Ryo Iwamatsu als Video Shop Owner
- Tomomi Maruyama als Shinji
- Miu Naraki als Moe
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Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.