Allein unter Nachbarn (2000)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Álex de la Iglesia |
|---|---|
| Genre | Komödie, Thriller, Krimi |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2000-09-29 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (361 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Julia verdient sich als Maklerin etwas hinzu und stößt dabei auf etwas, das niemand für sie bestimmt hat: Ein verschrobener alter Mann ist gerade gestorben, und in seiner Wohnung liegt ein über Jahre angesparter Lottogewinn. Julia kann ihr Glück kaum fassen und stößt schon einmal darauf an.
Doch der Plan, das Geld in Müllsäcken unbemerkt aus dem herrschaftlichen Madrider Altbau zu schaffen, hat einen Haken. Die übrigen Hausbewohner haben den Nachlass des Verstorbenen längst im Blick. Sie warten seit Jahren auf den Moment, das Vermögen unter sich aufzuteilen, und sehen in der Fremden keine Glückliche, sondern eine Rivalin.
Entstehungsgeschichte
Álex de la Iglesia inszenierte die Geschichte als Film aus dem Jahr 2000. Im Zentrum steht Carmen Maura als Julia. Um sie herum gruppieren sich Eduardo Antuña, María Asquerino und Jesús Bonilla, also ein Ensemble, das die Hausgemeinschaft als geschlossene Front gegen die Außenstehende trägt. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren, was zum Ton der Geschichte passt, die ihre Komik aus Gier und Missgunst bezieht.
Hinter den Kulissen
Komödie, Thriller und Krimi fließen hier ineinander. Die Grundsituation ist klassischer Spannungsstoff: Geld, das niemandem rechtmäßig gehört, und mehrere Parteien, die es für sich beanspruchen. Erzählt wird das aber mit sarkastischem Blick, sodass die Bedrohung zugleich absurd wirkt.
Bemerkenswert ist die Enge des Schauplatzes. Ein einziges Wohnhaus wird zur Arena, in der nachbarschaftliche Nähe in Belagerung umschlägt. Treppenhaus, Wohnungen und Flure werden damit zu Frontlinien. Aus dieser räumlichen Beschränkung zieht die Handlung ihren Druck, denn Julia kann das Gebäude nicht verlassen, ohne an den Mitbewohnern vorbeizukommen. Die Hausgemeinschaft erscheint weniger als Gruppe von Einzelnen denn als kollektiver Gegner mit eigener Geduld.
Einordnung & Wirkung
Mit durchschnittlich 6,9 von 10 Punkten liegt der Film im soliden oberen Mittelfeld. Die Bewertungsbasis umfasst erst wenige hundert Stimmen, das Urteil ist also noch nicht breit abgestützt, fällt aber deutlich wohlwollend aus.
Seit dem Erscheinen sind 26 Jahre vergangen. Die Mischung aus schwarzem Humor und Krimispannung verortet den Film in einer Nische zwischen Gesellschaftssatire und Thriller, in der die Figuren weniger heldenhaft als habgierig gezeichnet sind und gerade daraus ihre Wirkung beziehen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Carmen Maura als Julia
- Eduardo Antuña als Charly
- María Asquerino als Encarna
- Jesús Bonilla als Ricardo
- Marta Fernández Muro als Paquita
- Paca Gabaldón als Hortensia
- Ane Gabarain als Karina
- Sancho Gracia als Castro
- Emilio Gutiérrez Caba als Emilio
- Kiti Mánver als Dolores
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