Alles über meine Mutter (1999)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Pedro Almodóvar |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1999-04-16 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 5.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 67.958.231 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (2.111 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Manuela arbeitet als Krankenschwester in Madrid und leitet dort Schulungen zur Organspende — sie spielt die Angehörige, der man den Tod eines Menschen mitteilen muss. An seinem siebzehnten Geburtstag wird ihr Sohn Esteban von einem Auto erfasst, als er einer Schauspielerin nach einer Aufführung von "Endstation Sehnsucht" ein Autogramm abringen will. Manuela sitzt kurz darauf auf der anderen Seite des Gesprächs, das sie sonst spielt.
Sie fährt nach Barcelona, um Estebans Vater zu suchen, von dem der Junge nie erfahren hat. Dort trifft sie auf eine Reihe von Frauen: die Schauspielerin von damals, eine schwangere Nonne, eine transsexuelle Prostituierte. Der Film handelt davon, wie Menschen füreinander einspringen, wenn die vorgesehenen Verbindungen fehlen.
Entstehungsgeschichte
Pedro Almodóvar schrieb und inszenierte den Film. Angeregt wurde er von seiner eigenen früheren Arbeit "Mein blühendes Geheimnis" von 1995, in der eine ähnliche Szene bereits angelegt war.
Der Film ist durchsetzt mit Bezügen: auf Tennessee Williams' "Endstation Sehnsucht", auf "Alles über Eva" von 1950 — worauf schon der Titel verweist — und auf John Cassavetes' "Opening Night" von 1977, dessen Unfallszene nachgestellt wird.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde überwiegend in Barcelona. Die Musik schrieb Alberto Iglesias.
Behandelt werden Aids, Geschlechtsidentität, Homosexualität, Glaube und die Frage, was ein Leben trägt — Themen, die der Film ohne Erklärstellen und ohne Wertung nebeneinanderstellt. Fast alle tragenden Rollen sind mit Frauen besetzt; Männer kommen vor, sind aber selten anwesend.
Einordnung & Wirkung
Almodóvar gewann 1999 in Cannes den Preis für die beste Regie, dazu erhielt der Film den Preis der Ökumenischen Jury.
Es folgten der Oscar und der Golden Globe als bester fremdsprachiger Film sowie zwei BAFTAs. In Spanien gab es 14 Nominierungen für den Goya und sieben Auszeichnungen, darunter bester Film und beste Regie. Weltweit spielte der Film 68 Millionen Dollar ein.
Er gilt als der Punkt, an dem Almodóvar vom Regisseur eines Kulturkreises zum international anerkannten Autor wurde — und als eine der frühesten Arbeiten, die transsexuelle Figuren selbstverständlich statt als Randerscheinung zeigen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Cecilia Roth als Manuela
- Marisa Paredes als Huma Rojo
- Candela Peña als Nina
- Antonia San Juan als Agrado
- Penélope Cruz als Rosa
- Rosa María Sardà als Rosa's Mother
- Fernando Fernán Gómez als Rosa's Father
- Fernando Guillén als Doctor in 'A Streetcar Named Desire'
- Toni Cantó als Lola
- Carlos Lozano als Mario
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