Also sprach Bellavista (1984)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luciano De Crescenzo |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1984-10-06 |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (156 Stimmen) |
Worum es geht
Der Mailänder Herr Cazzaniga tritt seine neue Stelle als Personalchef bei der AlfaSud an – ausgerechnet in einer Stadt, in der die Arbeitslosigkeit erschreckend hoch ist. Sein Einzug in ein Neapolitaner Mietshaus bringt ihn in direkten Kontakt mit Professor Bellavista, dem Eigentümer der Wohnung, und dessen Freundeskreis. Aus dieser Nachbarschaft entwickelt sich ein Aufeinandertreffen zweier Mentalitäten: hier der pflichtbewusste, pünktliche und genaue Cazzaniga, dort die deutlich lockerere, "konfusere" Art von Bellavista und seinen Bekannten, die sich sichtlich wundern, warum ein Personalchef überhaupt pünktlich zur Arbeit erscheinen will. Über diese Begegnung hinaus zeichnet der Film ein breites Bild neapolitanischen Lebens, von der Lebensfreude bis hin zur Präsenz der Camorra – etwa in einem Gespräch zwischen Bellavista und einem Camorrista, der für den Laden von dessen Tochter Schutzgeld verlangt.
Entstehungsgeschichte
Luciano De Crescenzo führte 1984 nicht nur Regie, sondern übernahm mit der Rolle des Professors Bellavista auch die Hauptfigur selbst. An seiner Seite stehen Renato Scarpa, Tommaso Bianco und Giovanni Attanasio. Der Film ist als Komödie angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Genrezuordnung als Komödie täuscht nicht über die ernsteren Untertöne hinweg, die in der Handlung mitschwingen: Arbeitslosigkeit, kulturelle Klischees und Camorra-Erpressung werden neben Situationskomik gestellt. Dass Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion auftreten, verleiht der Titelfigur Bellavista ein besonderes Gewicht – er ist erkennbar der Dreh- und Angelpunkt, um den sich Freundeskreis und Handlung organisieren. Der Kontrast zwischen norditalienischer Disziplin und neapolitanischer Gelassenheit dient dabei weniger der reinen Pointe als einer Beobachtung gesellschaftlicher Unterschiede, garniert mit durchaus zugespitzten Stereotypen über Neapel und seine Bewohner.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,9 aus einer eher überschaubaren, dreistelligen Stimmenzahl bewegt sich der Film auf einem soliden, aber statistisch noch begrenzt abgesicherten Niveau. Seit seinem Erscheinen 1984 sind über vierzig Jahre vergangen, was ihn innerhalb der italienischen Milieukomödie zu einem Zeitdokument macht, das gesellschaftliche Spannungen jener Jahre – Arbeitsmarkt, Nord-Süd-Gefälle, organisierte Kriminalität – aus komödiantischer Perspektive einfängt, ohne sie zu verharmlosen.
Bilder





Besetzung & Stab
- Luciano De Crescenzo als Prof. Bellavista
- Renato Scarpa als Dott. Cazzaniga
- Tommaso Bianco als Il tassista
- Giovanni Attanasio als Il barista
- Isa Danieli als Maria Bellavista
- Luigi Uzzo als Armando Il Portiere
- Salvatore La Rotonda als Ferdinando
- Benedetto Casillo als Salvatore, il vice sostituto portiere
- Lorella Morlotti als Patrizia, la figlia di Bellavista
- Marina Confalone als Rachelina, la cameriera di casa Bellavista
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