American History X (1998)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tony Kaye |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 119 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1998-07-01 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 20.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 23.900.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,3 (12.922 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Derek Vinyard kommt nach drei Jahren aus dem Gefängnis. Er hat zwei Männer getötet, die versuchten, sein Auto zu stehlen, und war zu diesem Zeitpunkt Anführer einer Neonazi-Gruppe in Venice Beach, mit Hakenkreuz auf der Brust und einem Rednertalent, das ihn zur Leitfigur machte.
Sein jüngerer Bruder Danny hat inzwischen genau dieselbe Entwicklung genommen und schreibt einen Schulaufsatz über "Mein Kampf". Der Film erzählt in Rückblenden, wie Derek dorthin kam — über den Mord an seinem Vater, über einen Anwerber, der ihm Struktur bot —, und in der Gegenwart, was ihn im Gefängnis davon abbrachte: nicht Einsicht, sondern die Erfahrung, von den eigenen Leuten fallengelassen und von einem Schwarzen Mitgefangenen geschützt zu werden.
Entstehungsgeschichte
David McKenna schrieb das Drehbuch. Tony Kaye, der aus der Werbung kam, führte Regie und gab damit sein Spielfilmdebüt.
Der Streit um die Endfassung wurde zum bekanntesten Aspekt der Produktion: Kaye war mit seinem eigenen Schnitt unzufrieden, New Line ließ Edward Norton an einer alternativen Fassung mitarbeiten, und diese kam schließlich in die Kinos. Kaye verlangte, seinen Namen aus dem Abspann zu entfernen und durch ein Pseudonym zu ersetzen; die Regiegewerkschaft lehnte ab. Er schaltete daraufhin ganzseitige Anzeigen in Fachblättern gegen das Studio.
Hinter den Kulissen
Norton nahm für die Rolle rund zwölf Kilogramm Muskelmasse zu. Die Rückblenden sind durchgehend in Schwarzweiß gehalten, die Gegenwart in Farbe — eine Trennung, die den Film optisch strukturiert, ohne dass die Vergangenheit dadurch verklärt wird.
Gedreht wurde an realen Schauplätzen in Venice Beach. Die berühmteste Szene, in der Derek einen am Boden liegenden Mann in den Bordstein beißen lässt, ist überwiegend über Ton und Reaktion gelöst; zu sehen ist wenig. Kaye ließ sie mehrfach in unterschiedlicher Härte drehen.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 24 Millionen Dollar ein. Edward Norton wurde als bester Hauptdarsteller für den Oscar nominiert.
Er wird bis heute im Schulunterricht eingesetzt, weil er Radikalisierung als Prozess zeigt statt als Charaktereigenschaft. Die Gegenkritik ist ebenso alt: Derek ist in den Rückblenden eine derart wirkungsvolle Figur — körperlich, rhetorisch, überzeugend —, dass Teile des Publikums die Bekehrung überhören und die Bilder behalten. Der Film selbst hat darauf keine Antwort, was ihn zum Standardbeispiel der Debatte über die Darstellung von Extremismus macht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Edward Norton als Derek
- Edward Furlong als Danny
- Beverly D'Angelo als Doris
- Jennifer Lien als Davina
- Ethan Suplee als Seth
- Fairuza Balk als Stacey
- Avery Brooks als Sweeney
- Elliott Gould als Murray
- Stacy Keach als Cameron
- William Russ als Dennis
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Verfügbarkeit
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