Angriffsziel Moskau (1964)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Sidney Lumet |
|---|---|
| Genre | Thriller, Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1964-10-07 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (499 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein unbekanntes Flugobjekt nähert sich den Vereinigten Staaten, und das strategische Luftkommando löst Alarm aus. Wie vorgesehen steigen die Atombomber auf und nehmen ihre Positionen ein. Als sich die Lage klärt und die Entwarnung kommt, kehren die Maschinen zur Basis zurück. Der Ablauf ist Routine, ein Vorgang, der so schon oft durchgespielt wurde.
Doch eines Tages geht etwas schief. Ein Defekt in der elektronischen Ausrüstung sorgt dafür, dass ein Verband seinen Kurs hält und weiter in Richtung Moskau fliegt. Was folgt, ist ein hektischer Austausch von Befehlen, während die Zeit davonläuft und das Unwiderrufliche näher rückt. Der Film hält seine Figuren in Räumen fest, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen, deren Folgen niemand mehr zurücknehmen kann.
Entstehungsgeschichte
Sidney Lumet inszenierte den Film im Jahr 1964. Henry Fonda, Walter Matthau, Fritz Weaver und Larry Hagman bilden die Besetzung, ein reines Männerensemble, das zur Anlage des Stoffs passt: Die Geschichte spielt in Befehlsketten, an Konferenztischen und in Cockpits. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren, was bei einem Stoff, der in Kommandozentralen spielt, auf die Schwere des Themas verweist.
Hinter den Kulissen
Thriller, Drama und Kriegsfilm greifen hier ineinander, ohne dass ein Krieg im herkömmlichen Sinn stattfindet. Kalter Krieg, Atombombe, ein General, der US-Präsident, ein Dolmetscher und New York als Schauplatz stecken das Feld ab. Die Bedrohung entsteht nicht durch einen Angreifer, sondern durch eine Fehlfunktion in einem System, das eigentlich Sicherheit garantieren soll. Dass ein Dolmetscher zu den zentralen Figuren zählt, deutet darauf hin, wie viel in dieser Geschichte von Verständigung über Sprach- und Blockgrenzen hinweg abhängt. Die Spannung entsteht aus dem Gegensatz zwischen der ruhigen Verfahrenslogik und der Unumkehrbarkeit dessen, was in Gang gesetzt wurde.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,8 von 10 gehört der Film zu den besser bewerteten Titeln seines Genres; die Zahl der abgegebenen Stimmen bewegt sich allerdings im dreistelligen Bereich und bleibt damit schmal. 62 Jahre nach seiner Entstehung erzählt er von einer politischen Konstellation, die eng mit dem Kalten Krieg verbunden ist, und gehört zu den Kriegsfilmen, die die Katastrophe nicht zeigen, sondern in ihrer Anbahnung verhandeln.
Bilder








Besetzung & Stab
- Henry Fonda als The President
- Walter Matthau als Prof. Groeteschele
- Fritz Weaver als Col. Cascio
- Larry Hagman als Buck
- Frank Overton als Gen. Bogan
- Edward Binns als Col. Jack Grady
- Dan O'Herlihy als Brig. Gen. Warren A. Black
- William Hansen als Defense Secretary Swenson
- Russell Hardie als Gen. Stark
- Janet Ward als Helen Grady
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Verfügbarkeit
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