Bad Tales – Es war einmal ein Traum (2020)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Fabio D'Innocenzo |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 98 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2020-06-15 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (618 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein kleiner Vorort am Rande Roms, im Sommer. Von außen betrachtet leben hier gewöhnliche Familien ein ruhiges Leben in Häusern, Höfen und Gärten. Doch über der sommerlichen Leichtigkeit liegt eine Beklommenheit, für die niemand ein Wort hat, und die fahle Hitze legt sich wie eine Glocke über eine Atmosphäre der Entfremdung.
Was nach außen als Ruhe erscheint, ist Schweigen. Es überdeckt die mühsam gebändigte Aggression der Väter und die Passivität der Mütter. Die Erwachsenen halten unbeirrt an ihrer Vorstellung eines bürgerlichen Lebens fest, ohne zu bemerken, wie wenig davon trägt. Die Kinder scheinen die ihnen zugedachte Rolle zu spielen. Hinter der Fassade verfolgen sie jedoch konsequent eigene, dunkle Pläne – und am Ende werden sie es sein, die den Ort in seinen Grundfesten erschüttern.
Entstehungsgeschichte
Damiano D'Innocenzo führte Regie bei dem 2020 herausgekommenen Film, der international als „Bad Tales“ läuft. In den Rollen sind Elio Germano, Tommaso Di Cola, Giulietta Rebeggiani und Gabriel Montesi zu sehen; erwachsene und junge Darsteller stehen damit gleichgewichtig nebeneinander, was zur Anlage des Stoffes passt, in der beide Generationen erzählt werden. Die Altersfreigabe wurde bei sechzehn Jahren angesetzt.
Hinter den Kulissen
Als einziges Genre steht Drama, und das ist konsequent: Der Film hat keinen Fall, den er auflöst, und keine Bedrohung von außen. Sein Gegenstand ist ein Zustand. Erzählt wird über Atmosphäre – Hitze, Stille, Vorstadtgärten –, nicht über Ereignisketten. Bemerkenswert ist die Erzählhaltung, die sich mit der Formel „Es war einmal“ ausdrücklich in die Nähe des Märchens rückt und dann alles unterläuft, was man von dort erwartet: Die Erwachsenen sind nicht Schutz, sondern Ursache, und die Kinder sind keine Geretteten, sondern Handelnde.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,7 von 10 liegt der Titel über dem Mittel, gestützt allerdings auf eine bislang schmale Bewertungsbasis, wie sie für Arbeiten außerhalb der großen Verwertungswege typisch ist. Sechs Jahre nach dem Erscheinen ist er damit weniger ein breit besprochener als ein gezielt gesuchter Film. Im Drama gehört er zu jenen Arbeiten, die Gewalt nicht zeigen müssen, um sie spürbar zu machen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Elio Germano als Bruno Placido
- Tommaso Di Cola als Dennis Placido
- Giulietta Rebeggiani als Alessia Placido
- Gabriel Montesi als Amelio Guerrini
- Justin Alexander Korovkin als Geremia Guerrini
- Barbara Chichiarelli als Dalila Placido
- Lino Musella als Professor Bernardini
- Ileana D'Ambra als Vilma Tommasi
- Max Malatesta als Pietro Rosa
- Aldo Ottobrino als Padre di Ada
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Verfügbarkeit
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