Balduin, der Trockenschwimmer (1968)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Robert Dhéry |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 96 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1968-03-22 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (397 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein französischer Unternehmer, dessen Firma Segelyachten entwirft und baut, führt seinen Betrieb wie ein kleiner Diktator. In einem seiner vielen Wutanfälle setzt er den Konstrukteur des Hauses vor die Tür. Zu spät begreift er, dass ausgerechnet dieser Mann seine einzige Chance ist, einen lebenswichtigen Vertrag mit einem italienischen Magnaten abzuschließen.
Der Weg dorthin führt den verwöhnten Chef in das abgelegene Heimatdorf des Entlassenen, tief hinein in die französische Provinz. Schon die Suche gerät für ihn zur mühseligen Odyssee. Am Ziel ist die Qual keineswegs vorbei: Der einstige Untergebene denkt nicht daran, in seine unterwürfige Rolle zurückzukehren, jetzt, da sich das Blatt gewendet hat. Stattdessen wird der reiche Mann in den derben Alltag der Familie hineingezogen. Mühsam versucht er, Boden gutzumachen, doch sein Temperament geht immer wieder mit ihm durch und droht, jeden kleinen Fortschritt gleich wieder zu verspielen.
Entstehungsgeschichte
Robert Dhéry inszenierte diese Komödie aus dem Jahr 1968. Louis de Funès übernimmt die Hauptrolle des cholerischen Firmenchefs, an seiner Seite spielen Andréa Parisy, Franco Fabrizi und Michel Galabru. Zuschauer ab 12 Jahren dürfen den Film sehen.
Hinter den Kulissen
Der Film setzt ganz auf das Komische, und seine Anlage folgt einem klaren Prinzip: Ein Mächtiger verliert seine Macht, sobald er den eigenen Herrschaftsbereich verlässt. Im Büro kann der Chef brüllen und entlassen, auf dem Land zählt das nichts mehr. Aus dieser Umkehr der Verhältnisse bezieht die Geschichte ihren Witz. Der Gegensatz zwischen großbürgerlichem Wohlstand und ländlicher Derbheit liefert die Reibungsflächen, der unberechenbare Jähzorn des Unternehmers den Antrieb.
Auffällig ist, dass die Handlung keinen äußeren Gegenspieler braucht. Das eigentliche Hindernis ist der Held selbst. Jeder Ausbruch kostet ihn Vertrauen, das er sich zuvor mühsam erarbeitet hat. So entsteht eine Figur, über die man lacht, gerade weil sie sich unentwegt selbst im Weg steht.
Einordnung & Wirkung
Mit durchschnittlich 6,6 von 10 Punkten liegt die Komödie im freundlichen Mittelfeld. Die Wertung stützt sich auf einige hundert Stimmen, eine überschaubare, aber nicht zu schmale Grundlage. Seit dem Erscheinen sind 58 Jahre vergangen. Die Grundidee vom Patron, der fern seines Chefsessels Demut lernen muss, ist dabei ohne jede Erklärung verständlich geblieben.
Bilder








Besetzung & Stab
- Louis de Funès als Louis-Philippe Fourchaume
- Andréa Parisy als Marie-Béatrice Fourchaume
- Franco Fabrizi als Marcello Cacciaperotti
- Michel Galabru als Scipio
- Robert Dhéry als André Castagnier
- Colette Brosset als Charlotte Castagnier
- Pierre Dac als Le ministre
- Jacques Legras als Henri Castagnier, le curé
- Michèle Alexandre als L'épouse du ministre
- Nicole Vervil als La mère du petit Francis
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