Bathory - Die Blutgräfin (2008)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Juraj Jakubisko |
|---|---|
| Genre | Drama, Fantasy |
| Laufzeit | 141 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2008-07-10 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 17.610.801 $ |
| Einspielergebnis | 7.005.528 $ |
| TMDB-Bewertung | 5,7 (119 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im 16. Jahrhundert wird die junge Gräfin Erzsebet Bathory durch ihre Heirat mit dem ungarischen Fürsten Franz Nadasdy zu einer der mächtigsten Frauen im Habsburgerreich. Während ihr Mann als "Schwarzer Ritter" gegen die Osmanen kämpft, bleibt sie zurück, beginnt eine Affäre mit dem Maler Caravaggio, lässt sich von einer vermeintlichen Hexe Schönheitsratschläge geben und geht zuweilen grob mit ihren Mägden um. Als Franz stirbt, richten sich die Begehrlichkeiten von König und Kirche auf ihre Besitztümer, und aus ihrem Verhalten wird ihr ein Strick gedreht. Der Film zeichnet damit weniger eine eindeutige Täterfigur als eine Frau, die zwischen Macht, Begierde und den Interessen anderer zerrieben wird.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Juraj Jakubisko bei diesem 2008 entstandenen Drama mit Fantasy-Elementen. In den Hauptrollen sind Anna Friel als Erzsebet Bathory, Karel Roden, Vincent Regan und Hans Matheson zu sehen. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Fantasy deutet an, dass die Geschichte nicht rein historisch erzählt wird, sondern mit Elementen arbeitet, die über nüchterne Rekonstruktion hinausgehen – etwa in der Figur der Hexe und den Schönheitsritualen, die der Gräfin zugeschrieben werden. Die Anlage der Handlung, die eine Affäre mit einem realen Künstler wie Caravaggio, kriegerische Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich und die Machtpolitik zwischen Adel und Kirche verbindet, zeigt einen Stoff, der mehrere Ebenen zugleich verhandelt: persönliches Begehren, politische Intrige und die Frage, wie aus einer mächtigen Frau eine Angeklagte gemacht wird. Dass die Handlung mit dem Prozess gegen sie endet, ohne dass die Inhaltsangabe ein eindeutiges Urteil über ihre Schuld fällt, lässt Raum für eine mehrdeutige Deutung der Titelfigur.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 5,7 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich der Publikumsgunst, ohne dass sich daraus eine breite Zustimmung ablesen lässt. Seit dem Erscheinungsjahr 2008 sind mittlerweile 17 Jahre vergangen, was den Film in eine Reihe historisch angesiedelter Dramen einordnet, die reale Figuren mit spekulativen, fantastischen Zügen ausstatten. Innerhalb dieser Nische bleibt "Bathory - Die Blutgräfin" ein Beispiel dafür, wie sich Legende und Geschichtsstoff zu einem eigenwilligen Genrehybrid verbinden lassen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Anna Friel als Erzsébet Báthory
- Karel Roden als Juraj Thurzo
- Vincent Regan als Ferenc Nadasdy
- Hans Matheson als Merisi Caravaggio
- Deana Horváthová als Darvulia
- Franco Nero als King Mathias
- Antony Byrne als Pastor Ponicky
- Bolek Polívka als Monk Petr
- Jiří Mádl als Cyril
- Monika Hilmerová als Countess Czobor
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