Blonde Venus (1932)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Josef von Sternberg |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1932-09-23 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (150 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Bei einem Spaziergang im Schwarzwald begegnet der amerikanische Chemiker Ned Faraday der deutschen Künstlerin Helen. Die beiden heiraten und ziehen nach New York, wo ihr Sohn Johnny zur Welt kommt. Zwölf Jahre später erkrankt Ned, weil er bei seinen Experimenten Radium ausgesetzt war. Ein Arzt sieht eine Heilungschance in Dresden, doch die Behandlung kostet 1.500 Dollar. Um das Geld aufzubringen, nimmt Helen unter dem Namen „Blonde Venus“ einen Auftritt in einem Nachtclub an. Dort lernt sie den Playboy und Millionär Nick Townsend kennen und stellt ihm eine Bedingung, sollte er eine Affäre mit ihr wollen: Er soll dafür bezahlen. Wie sich diese Verstrickung aus Ehe, Krankheit und Geldnot weiterentwickelt, bleibt an dieser Stelle offen.
Entstehungsgeschichte
„Blonde Venus“ entstand 1932 unter der Regie von Josef von Sternberg. Die Hauptrollen übernehmen Marlene Dietrich als Helen, Herbert Marshall als Ned Faraday, Cary Grant als Nick Townsend sowie Dickie Moore als Sohn Johnny. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verknüpft ein häusliches Krankheitsdrama mit dem Abstieg einer Ehefrau ins Nachtclubmilieu und der Nähe zu einem wohlhabenden Verehrer. Diese Konstellation – eine Frau, die zwischen familiärer Pflicht und einem Mann mit Geld entscheiden muss, während ihr Ehemann von der finanziellen Notlage nichts ahnt – trägt das gesamte Drama. Die Besetzung mit Marlene Dietrich in der Doppelrolle als treusorgende Mutter und Nachtclubkünstlerin deutet an, dass der Film auf dem Kontrast zwischen bürgerlicher Fassade und einer selbstbestimmteren, öffentlich sichtbaren Frauenfigur aufbaut. Die Nebenfiguren Ned und Nick markieren zwei gegensätzliche männliche Pole, zwischen denen Helen ihre Entscheidungen trifft.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,8 aus einer eher schmalen, dreistelligen Stimmenzahl bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld älterer Dramenproduktionen, ohne dass sich daraus eine breite aktuelle Rezeption ableiten ließe. Zwischen dem Erscheinungsjahr 1932 und heute liegen mehr als neunzig Jahre, ein Zeitabstand, der den Film in die frühe Phase des Tonfilmdramas einordnet. Innerhalb des Genres steht er für eine Erzählweise, die persönliche Notlagen und moralische Grauzonen ins Zentrum stellt, ohne sie eindeutig aufzulösen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Marlene Dietrich als Helen Faraday, aka Helen Jones
- Herbert Marshall als Edward 'Ned' Faraday
- Cary Grant als Nick Townsend
- Dickie Moore als Johnny Faraday
- Gene Morgan als Ben Smith
- Rita La Roy als 'Taxi Belle' Hooper
- Robert Emmett O'Connor als Dan O'Connor
- Sidney Toler als Detective Wilson
- Morgan Wallace als Dr. Pierce
- Al Bridge als Bouncer (uncredited)
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