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Blood Simple - Eine mörderische Nacht

Blood Simple - Eine mörderische Nacht (1985)

⭐ 7,2 · 1985 · Krimi, Drama, Thriller
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Kurzüberblick

RegieJoel Coen
GenreKrimi, Drama, Thriller
Laufzeit95 Minuten
Erscheinungsdatum1985-01-18
AltersfreigabeFSK 16
Budget1.500.000 $
Einspielergebnis4.229.114 $
TMDB-Bewertung7,2 (1.682 Stimmen)

Trailer

Worum es geht

In Texas betrügt Abby ihren Mann Julian Marty, dem eine Bar gehört, mit dessen Angestelltem Ray.

Marty engagiert den Privatdetektiv Loren Visser und beauftragt ihn, beide zu töten. Visser hat eigene Vorstellungen. Was danach geschieht, beruht auf einer Kette von Missverständnissen: Jede Figur handelt aufgrund dessen, was sie zu wissen glaubt — und jede irrt sich.

Entstehungsgeschichte

Joel und Ethan Coen führten Regie und schrieben das Drehbuch; Ethan Coen produzierte.

John Getz spielt Ray, Frances McDormand die Abby, Dan Hedaya den Julian Marty, M. Emmet Walsh den Loren Visser und Samm-Art Williams den Meurice.

Die Kamera führte Barry Sonnenfeld, den Schnitt besorgten Roderick Jaynes und Don Wiegmann, die Musik stammt von Carter Burwell und Jim Roberge.

Der Film erschien 1984, dauert 99 Minuten — der Director's Cut 95 — und ist ab 18 Jahren freigegeben.

Hinter den Kulissen

Die Konstruktion ist die eines Uhrwerks aus Fehlannahmen. Kein Beteiligter hat die vollständige Übersicht; das Publikum dagegen sieht alles. Daraus entsteht die Spannung — nicht aus der Frage, was geschieht, sondern aus dem Wissen, wie falsch die Figuren liegen.

Bemerkenswert ist, wer hier zusammenkam: Joel und Ethan Coen als Regie- und Autorengespann, Barry Sonnenfeld an der Kamera, Carter Burwell an der Musik und Frances McDormand in einer der Hauptrollen. Das Pseudonym Roderick Jaynes für den Schnitt gehört den Coens selbst — dieselbe Konstellation und dasselbe Pseudonym finden sich in ihren späteren Arbeiten wieder.

Der Aufbau setzt konsequent auf Verzögerung. Ray findet eine Leiche und trifft eine Entscheidung, die alles verschlimmert; von da an handelt jede Figur gegen die falsche Annahme. Die Freigabe ab 18 Jahren hat ihren Grund weniger in der Menge der Gewalt als in ihrer Umständlichkeit.

Einordnung & Wirkung

Beim Sundance Film Festival 1985 gewann der Film den Großen Preis der Jury.

Newsweek nannte ihn den erfindungsreichsten und originellsten Thriller seit Langem. Das Lexikon des internationalen Films beschrieb ihn zurückhaltender als düsteren, handwerklich nicht uninteressanten Psycho-Thriller.

Die Freigabe ab 18 Jahren ordnet ihn ein. Der Film verzichtet auf jede Beschönigung — was in ihm geschieht, wird gezeigt, und der Schrecken liegt in der Umständlichkeit, mit der die Figuren dabei vorgehen.

Für ein Regiedebüt ist der Sundance-Hauptpreis eine ungewöhnliche Ausgangslage. Er markiert den Beginn einer Zusammenarbeit, die über Jahrzehnte fortgeführt wurde — mit denselben Namen in denselben Funktionen.

Bilder

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Besetzung & Stab

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