Coraline (2009)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Henry Selick |
|---|---|
| Genre | Animation, Familie, Fantasy, Horror |
| Laufzeit | 100 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2009-02-05 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 60.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 185.860.104 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (9.446 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Coraline Jones zieht mit ihren Eltern in ein altes, in Wohnungen aufgeteiltes Haus in Oregon. Beide arbeiten an einem Gartenkatalog, haben keine Zeit und kochen nicht. Im Wohnzimmer entdeckt sie eine zugemauerte kleine Tür.
Nachts ist sie offen. Dahinter liegt dieselbe Wohnung, nur besser: Das Essen schmeckt, der Garten leuchtet, und die Andere Mutter hört zu. Sie hat allerdings Knöpfe statt Augen und macht Coraline ein Angebot — sie darf bleiben, wenn sie sich ebenfalls Knöpfe annähen lässt.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist Neil Gaimans Erzählung von 2002. Henry Selick, Regisseur von "Nightmare Before Christmas", adaptierte sie und baute sie erheblich aus — eine direkte Umsetzung hätte nach seiner Einschätzung nur rund siebenundvierzig Minuten ergeben. Die Figur Wybie erfand er, damit Coraline nicht durchgehend mit sich selbst sprechen muss.
Es war der erste abendfüllende Film des Studios Laika. Selick entdeckte den japanischen Illustrator Tadahiro Uesugi und holte ihn als Entwurfszeichner; dessen Farbgebung — gedämpft in der wirklichen, leuchtend in der anderen Welt — folgt dem Vorbild des "Zauberers von Oz".
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in einer Lagerhalle in Oregon von rund dreizehntausend Quadratmetern, aufgeteilt in fünfzig Bereiche mit knapp hundertfünfzig Kulissen.
Der Film war der erste, der Puppengesichter im 3D-Druck herstellte: Über 200.000 mögliche Gesichtsausdrücke pro Figur wurden als austauschbare Teile gefertigt statt von Hand modelliert. Achtundzwanzig identische Coraline-Puppen entstanden, jede in drei bis vier Monaten. Die Kostümbildnerin Althea Crome strickte die Miniaturkleidung von Hand mit haarfeinen Nadeln — ein einzelnes Stück brauchte zwischen sechs Wochen und sechs Monaten. Bruno Coulais komponierte die Musik mit dem Budapester Symphonieorchester und einem Kinderchor, der in einer erfundenen Sprache singt; They Might Be Giants hatten ursprünglich den gesamten Soundtrack geschrieben, der zugunsten einer unheimlicheren Fassung verworfen wurde.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte einschließlich späterer Wiederaufführungen rund 188 Millionen Dollar ein und war für den Oscar als bester Animationsfilm nominiert.
Er gilt als eines der wichtigsten Werke des modernen Stop-Motion-Films und begründete Laikas Ruf. Bemerkenswert ist seine Einordnung: ein Kinderfilm, der von Erwachsenen regelmäßig als Horrorfilm beschrieben wird — die Andere Mutter gehört zu den Figuren, die eine Generation nachhaltig verstört hat, und der Film wird bis heute in Listen der beängstigendsten Kinderfilme geführt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Dakota Fanning als Coraline Jones (voice)
- Teri Hatcher als Mel Jones / Other Mother (voice)
- Jennifer Saunders als Miss April Spink / Other Spink (voice)
- Dawn French als Miss Miriam Forcible / Other Forcible (voice)
- Keith David als The Cat (voice)
- John Hodgman als Charlie Jones / Other Father (voice)
- Robert Bailey Jr. als Wyborne 'Wybie' Lovat (voice)
- Ian McShane als Mr. Sergei Alexander Bobinsky / Other Bobinsky (voice)
- Aankha Neal als Sweet Ghost Girl (voice)
- George Selick als Ghost Boy (voice)
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Verfügbarkeit
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