Das Gespenst der Freiheit (1974)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luis Buñuel |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1974-09-10 |
| Einspielergebnis | 6.749 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (342 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Film beginnt im Jahr 1808 mit der Erschießung spanischer Rebellen, die „Nieder mit der Freiheit“ rufen. Von dort springt die Handlung in die Gegenwart und löst sich in eine Folge von Episoden auf, die einer surrealen Logik gehorchen.
In einem Park schenkt ein verdächtiger Mann Kindern Fotos, die sich als Ansichtskarten von Bauwerken herausstellen. Ein Mann bekommt mitten in der Nacht in seinem Schlafzimmer von einem Postboten einen Brief überreicht. Im Klassenzimmer und später auf dem Polizeirevier wird über das Verschwinden eines Mädchens diskutiert, das dabei die ganze Zeit anwesend ist. Und eine Arzthelferin landet in einem Gasthof, wo sie sich gemeinsam mit Mönchen dem Kartenspiel und dem Alkohol widmet, ehe sie an ein sadomasochistisches Paar gerät.
Entstehungsgeschichte
Luis Buñuel führte Regie bei diesem Film von 1974. Zur Besetzung zählen Jean-Claude Brialy, Adriana Asti, Milena Vukotić und Monica Vitti. International trägt das Werk den Titel „The Phantom of Liberty“. Die episodische Form legt nahe, dass sich die Besetzung auf viele einzelne Szenen verteilt, statt eine einzige Hauptfigur durch den gesamten Film zu tragen.
Hinter den Kulissen
Der Film ist eine Komödie, allerdings eine, die ohne durchgehende Handlung auskommt. Statt einer Geschichte mit Anfang, Mitte und Ende reiht er Episoden aneinander, ohne sie zu einem geschlossenen Ganzen zu verbinden. Der Witz entsteht aus Verschiebungen: Selbstverständliches wirkt plötzlich absurd, Anstößiges erscheint beiläufig, und Situationen, die nach Aufregung verlangen, werden mit größter Ruhe behandelt.
Die Anlage zeigt ein deutliches Spiel mit Regeln und Erwartungen. Rebellen, die sich gegen die Freiheit aussprechen, eröffnen den Reigen und setzen damit den Ton für alles Weitere. Ein Mädchen, nach dem gesucht wird, obwohl es anwesend ist, führt die Absurdität von Routinen in Schule und Behörde vor. Der Postbote im nächtlichen Schlafzimmer verwischt die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. Die surrealistische Form ist hier kein Beiwerk, sondern das eigentliche Prinzip des Films.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 7,5 von 10 zeigt eine deutlich positive Aufnahme, auch wenn sie auf einigen hundert Stimmen beruht. 52 Jahre nach dem Erscheinen findet ein Werk, das sich einer klassischen Erzählstruktur konsequent verweigert, damit noch immer Zuspruch. Innerhalb der Komödie nimmt der Film eine Sonderstellung ein, weil er sein Publikum nicht mit Pointen im üblichen Sinn bedient, sondern mit einer Kette von Irritationen, die ohne Auflösung bleiben.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean-Claude Brialy als Mr. Foucault
- Adriana Asti als Lady in Black
- Milena Vukotić als Nurse
- Monica Vitti als Mrs. Foucault
- Jean Rochefort als Mr. Legendre
- Michel Piccoli als Police Prefect #2
- Adolfo Celi als Doctor
- Claude Piéplu als Commissioner
- Paul Frankeur als Innkeeper
- Pierre Maguelon als Policeman
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