Das Schloss im Spinnwebwald (1957)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Akira Kurosawa |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 109 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1957-01-15 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 13.422 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (1.018 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Aufstand gegen den Fürsten Tsuzuki wird niedergeschlagen, maßgeblich durch den Einsatz der beiden Hauptmänner Washizu und Miki. Auf dem Weg zu Tsuzukis Schloss im Spinnwebwald begegnen die beiden einer mysteriösen Erscheinung, die ihnen weissagt: Washizu werde schon bald Herr des Schlosses sein, später ebenso Mikis Sohn. Beide zweifeln zunächst, doch andere Teile der Prophezeiung bewahrheiten sich. Washizu gerät zwischen Loyalität und Ehrgeiz, und auf Drängen seiner Frau ermordet er schließlich Tsuzuki. Herr des Spinnweb-Schlosses wird er damit – und zugleich ein Mann, den Ängste und Zweifel zunehmend plagen.
Entstehungsgeschichte
Akira Kurosawa inszenierte den 1957 erschienenen Film. In der Besetzung stehen Toshirō Mifune, Isuzu Yamada, Takashi Shimura und 久保明. Vier tragende Namen reichen für eine Geschichte, die sich um ein Paar und dessen nächstes Umfeld verdichtet: den Aufsteiger, die Frau, die ihn drängt, und die Männer, an denen sich seine Loyalität entscheidet. Die Freigabe ab 16 Jahren ergibt sich aus dem Stoff, in dessen Mitte ein Mord an einem Herrscher steht.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Drama und Historie; der historische Rahmen liefert die Ordnung, gegen die der Held verstößt. Die Anlage ist streng gebaut: Eine Weissagung wird ausgesprochen, ein Teil davon erfüllt sich von selbst, und der Rest wird von dem, dem sie gilt, eigenhändig herbeigeführt. Damit stellt sich die Frage, ob Washizu einem Schicksal folgt oder es erzeugt – die Erzählung beantwortet sie nicht, sondern hält beides in der Schwebe. Der Spinnwebwald ist zugleich Ort und Bild: ein Wald, in dem man sich verirrt, und ein Netz, in dem man hängen bleibt. Auffällig ist auch die Rolle der Ehefrau, die nicht selbst handelt, sondern drängt; die Tat bleibt bei ihm, der Anstoß bei ihr.
Einordnung & Wirkung
7,9 von 10 aus einer Stimmenzahl im vierstelligen Bereich bedeuten deutliche Zustimmung bei überschaubarer Beteiligung. 69 Jahre liegen zwischen dem Erscheinen und der Gegenwart – ein Abstand, der die Erzählform stärker hervortreten lässt als die Handlung. Im Genre steht der Film für das historische Drama, das einen Machtaufstieg konsequent als Verfallsgeschichte erzählt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Toshirō Mifune als Taketoki Washizu
- Isuzu Yamada als Lady Asaji Washizu
- Takashi Shimura als Noriyasu Odagura
- Akira Kubo als Yoshiteru Miki
- Hiroshi Tachikawa als Kunimaru Tsuzuki
- Minoru Chiaki als Yoshiaki Miki
- Takamaru Sasaki als Kuniharu Tsuzuki
- Gen Shimizu als Washizu samurai
- Kokuten Kōdō als Military Commander
- Kichijirō Ueda als Washizu's workman
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Verfügbarkeit
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