Der Fall des Lieutnant Morant (1980)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bruce Beresford |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1980-06-11 |
| Budget | 1.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 8.200.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (162 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Burenkrieg werden drei australische Leutnants vor ein Militärgericht gestellt, weil sie burische Gefangene erschossen haben sollen. Sie berufen sich darauf, auf Befehl gehandelt zu haben, doch der Generalstab braucht Sündenböcke, um die eigenen irregulären Kriegsmethoden von sich zu weisen. Der Prozess soll rasch und geräuschlos über die Bühne gehen, doch die Verteidigung stellt sich dieser Erwartung entgegen und leistet im Gerichtssaal spürbaren Widerstand. Wie die Sache ausgeht, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Bruce Beresford führte bei diesem 1980 entstandenen Film Regie, der als Drama mit historischem und kriegsfilmischem Zuschnitt angelegt ist und sich nach einer wahren Begebenheit richtet. In den Hauptrollen sind Edward Woodward, Jack Thompson, John Waters und Bryan Brown zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Kriegsfilm und Gerichtsdrama verschiebt den Fokus weg von der Front hin zum Verhandlungssaal: Nicht die Kampfhandlungen selbst, sondern ihre nachträgliche juristische und politische Bewertung stehen im Zentrum. Dass die Geschichte auf realen Ereignissen beruht, verleiht dem Konflikt zwischen individueller Befehlsausführung und institutioneller Verantwortung zusätzliches Gewicht. Die Anlage als Prozessdrama erlaubt es, unterschiedliche Perspektiven – die der Angeklagten, der Ankläger und der militärischen Führung – gegeneinander zu stellen, ohne dass eine einfache moralische Auflösung vorgegeben wird. Die Besetzung mit mehreren gleichrangig auftretenden Schauspielern deutet darauf hin, dass die Geschichte auf ein Ensemble von Figuren mit jeweils eigenem Gewicht setzt, statt auf eine einzelne Heldenfigur zugeschnitten zu sein.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer eher schmalen, im dreistelligen Bereich liegenden Stimmenzahl bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überragend breiten Meinungsbild. Seit seiner Entstehung 1980 sind mittlerweile 45 Jahre vergangen, was ihn deutlich in die Riege älterer Kriegs- und Gerichtsdramen einordnet. Innerhalb dieses Genres nimmt er insofern eine besondere Stellung ein, als er den Krieg nicht über Schlachten, sondern über dessen juristische Aufarbeitung verhandelt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Edward Woodward als Harry 'Breaker' Morant
- Jack Thompson als Major J.F. Thomas
- John Waters als Cpt. Alfred Taylor
- Bryan Brown als Lt. Peter Handcock
- Charles Tingwell als Lt. Col. Denny
- Terence Donovan als Cpt. Simon Hunt
- Vincent Ball als Col. Ian (Johnny) Hamilton
- Ray Meagher als Sar. Maj. Drummond
- Chris Haywood als Cpl. Sharp
- Russell Kiefel als Christiaan Botha
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