Der Mann aus Marseille (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | José Giovanni |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Mystery |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-12-12 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (137 Stimmen) |
Worum es geht
Marseille in den 1930er Jahren, mitten in einem Bandenkrieg um die Kontrolle des Nachtlebens. Xavier steht dem gefürchteten Scharfschützen Roberto Borgo nahe, doch die Konkurrenz schiebt ihm einen Mord unter, den er nicht begangen hat. Zwölf Jahre Zwangsarbeit sind die Folge. Roberto, der mit Xaviers Schwester Geneviève zusammen ist, versucht ihn zu befreien und landet selbst hinter Gittern. Erst der Zweite Weltkrieg bietet beiden eine Möglichkeit zur Rehabilitierung: als Minenräumer riskieren sie ihr Leben. Danach ziehen sie mit Geneviève nach Paris, um sich dort ein neues kriminelles "Imperium" aufzubauen. Roberto greift wieder zur Pistole, um den Kauf eines Cabarets zu erzwingen, doch die Machtverhältnisse der Unterwelt haben sich verändert, und der Neustart gerät ins Wanken.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1972 unter der Regie von José Giovanni. In den Hauptrollen sind Jean-Paul Belmondo, Claudia Cardinale, Michel Constantin und Enrique Lucero zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Krimi, Drama und Mystery deutet auf eine Erzählung hin, die neben dem Milieu der Unterwelt auch auf Ungewissheit und Schicksalhaftigkeit setzt: Ein Justizirrtum, eine erzwungene Rehabilitierung durch Kriegseinsatz und ein gescheiterter Neuanfang bilden die tragenden Pfeiler der Handlung. Die Geschichte spannt einen weiten Bogen über zwei Jahrzehnte und zwei historische Umbrüche – die Bandenkriege der Zwischenkriegszeit und den Zweiten Weltkrieg – und verknüpft damit persönliches Schicksal mit gesellschaftlichem Wandel. Die Dreieckskonstellation zwischen Xavier, Roberto und Geneviève gibt der kriminellen Rahmenhandlung eine emotionale Ebene, während der Versuch, in Paris neu Fuß zu fassen, zeigt, wie schwer es ist, in veränderten Strukturen wieder Boden unter die Füße zu bekommen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,8 bei einer eher schmalen Bewertungsbasis bewegt sich der Titel im soliden Mittelfeld des Genres. Mehr als fünf Dekaden nach seiner Entstehung ist er ein Beispiel für das französische Kriminaldrama der frühen 1970er Jahre, das Milieuschilderung mit einem längeren biografischen Zeitrahmen verbindet, statt sich auf einen einzelnen abgeschlossenen Konflikt zu beschränken.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean-Paul Belmondo als Roberto Borgo, aka 'La Scoumoune'
- Claudia Cardinale als Georgia Saratov
- Michel Constantin als Xavier Saratov, Georgia's brother and Roberto's friend
- Enrique Lucero als Migli, aka 'The Mexican', Roberto's trusted man
- Michel Peyrelon als Charlot, aka 'L'Élégant'
- Philippe Brizard als 'Fanfan', regular at the gaming circle
- Alain Mottet als 'Ficelle', henchman of Villanova
- Aldo Bufi Landi als Jeannot Villanova
- Jacques Debary als Carl
- Marc Eyraud als 'Bonne Aventure', prisoner
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Verfügbarkeit
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