Der Schmerz (2017)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Emmanuel Finkiel |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 119 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2017-08-17 |
| TMDB-Bewertung | 6,1 (144 Stimmen) |
Worum es geht
Paris im Juni 1944, mitten in der deutschen Besatzung: Der Schriftsteller Robert Antelme, aktiv im Widerstand, wird verhaftet und deportiert. Seine Frau Marguerite, selbst Schriftstellerin und Widerstandskämpferin, bleibt ohne Nachricht zurück. Zwischen der Angst um ihren Mann und einer heimlichen Beziehung zu ihrem Weggefährten Dyonis gerät sie in einen inneren Konflikt. Um etwas über Roberts Schicksal zu erfahren, lässt sie sich auf eine zwielichtige Bekanntschaft mit Rabier ein, einem Franzosen im Dienst der Gestapo, der als Einziger Zugang zu Informationen hat. Als der Krieg endet und die Deportierten zurückkehren, beginnt für Marguerite eine Zeit des Wartens, die sich inmitten der Pariser Befreiung zu einer stillen, zermürbenden Erfahrung ausweitet.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt von Regisseur Emmanuel Finkiel und entstand 2017. Im Original trägt er den Titel „Memoir of War“. In den Hauptrollen sind Mélanie Thierry, Benoît Magimel, Benjamin Biolay und Grégoire Leprince-Ringuet zu sehen. Als Genre ist Drama angegeben.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verbindet ein Kriegs- und Besatzungsszenario mit einem sehr persönlichen, fast kammerspielartigen Konflikt: Statt Kampfhandlungen stehen Warten, Ungewissheit und moralische Grauzonen im Zentrum. Die Nähe zwischen Marguerite und dem Gestapo-Agenten Rabier zeigt, wie die Erzählung bewusst auf Ambivalenz setzt, anstatt klare Frontlinien zwischen Opfer und Täter zu ziehen. Die Besetzung mit vier profilierten Darstellern deutet auf ein Beziehungsgeflecht hin, in dem private Loyalitäten und politische Realität eng verwoben sind. Dass die Handlung sich über die Befreiung von Paris hinaus fortsetzt, verschiebt den Fokus von der Frage des Überlebens hin zu der Frage, was danach bleibt – ein Erzählansatz, der das Drama eher introspektiv als spektakulär anlegt.
Einordnung & Wirkung
Mit einem Durchschnittswert von 6,1 bei einer noch überschaubaren Zahl an Bewertungen bewegt sich der Film im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen lässt. Seit dem Erscheinungsjahr 2017 sind mehr als sieben Jahre vergangen, was den Titel in eine Reihe französischer Kriegs- und Besatzungsdramen einordnet, die sich vor allem für die psychologische Innenperspektive der Figuren interessieren statt für historische Rekonstruktion im großen Maßstab.
Bilder








Besetzung & Stab
- Mélanie Thierry als Marguerite Duras
- Benoît Magimel als Pierre Rabier
- Benjamin Biolay als Dionys Mascolo
- Grégoire Leprince-Ringuet als François Morland
- Emmanuel Bourdieu als Robert Antelme
- Anne-Lise Heimburger als Mme. Bordes
- Patrick Lizana als Beauchamp
- Shulamit Adar als Mme. Katz
- Joanna Grudzinska als Thérèse
- Elsa Amiel als Secretary at Gallimard
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