Der Zementgarten (1993)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Andrew Birkin |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1993-02-20 |
| Einspielergebnis | 322.975 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (110 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem abgelegenen Haus am Rand einer englischen Vorortsiedlung wächst eine vierköpfige Geschwisterschar heran, deren Vater bereits gestorben ist. Als kurz darauf auch die Mutter stirbt, treffen die Kinder eine Entscheidung von erschreckender Nüchternheit: Sie zementieren die Leiche in einem Stahlschrank im Keller ein, um nicht getrennt zu werden. Von da an versuchen der 15-jährige Jack und seine Geschwister Julie, Sue und Tom, ohne Erwachsene ein geregeltes Leben aufrechtzuerhalten. Julie schlüpft in die Rolle der Mutter, Jack zieht sich zunehmend in sich selbst zurück und entwickelt Gefühle für seine Schwester, die er zu unterdrücken versucht. Erst als Julies Freund Derek in die geschlossene Welt der Geschwister eindringt und dem Geheimnis im Keller auf die Spur kommt, geraten die unterdrückten Spannungen zwischen Jack und Julie außer Kontrolle.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1993 unter der Regie von Andrew Birkin. In den Hauptrollen sind Andrew Robertson, Charlotte Gainsbourg, Alice Coulthard und Ned Birkin zu sehen. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte lebt von ihrer klaustrophobischen Anlage: Ein Haus, eine kleine Gruppe von Kindern, keine Erwachsenen, die eingreifen könnten. Diese Abgeschlossenheit erlaubt es der Erzählung, gesellschaftliche Regeln und Tabus schrittweise außer Kraft zu setzen, ohne dass von außen Korrektur droht. Der Tod der Eltern und die Verdrängung dieses Todes durch das Einzementieren der Mutter bilden den Kern, aus dem sich alles Weitere entwickelt – die improvisierte Rollenverteilung unter den Geschwistern, das Verschwimmen von Fürsorge und Nähe, bis hin zu den inzestuösen Gefühlen zwischen Jack und Julie. Die reine Besetzung mit jungen Darstellern und wenigen weiteren Figuren wie Derek unterstreicht, wie sehr der Film auf das enge Beziehungsgeflecht der Familie fokussiert bleibt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,7 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld dessen, was ein kleines, aber interessiertes Publikum an ihm findet. Seit der Entstehung 1993 sind mehr als drei Jahrzehnte vergangen, was den Stoff nicht weniger unbequem macht: Themen wie Tod, Verdrängung und Inzest werden ohne beschönigende Distanz verhandelt. Innerhalb des Dramagenres steht der Film damit für eine Richtung, die auf Beklemmung statt auf Auflösung setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Andrew Robertson als Jack
- Charlotte Gainsbourg als Julie
- Alice Coulthard als Sue
- Ned Birkin als Tom
- Sinéad Cusack als Mother
- Hanns Zischler als Father
- Jochen Horst als Derek, Julie's Friend
- Gareth Brown als William
- William Hootkins als Commander Hunt (voice)
- Dick Flockhart als Truck Driver
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Verfügbarkeit
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