Die Ballade von Narayama (1983)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Shōhei Imamura |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 130 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1983-04-29 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (210 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Am Fuß des heiligen Berges Narayama lebt Frau Orin mit ihren erwachsenen Söhnen und deren Kindern in einem Dorf, dessen Alltag ganz vom Rhythmus der Jahreszeiten bestimmt wird. Man sät, erntet, paart sich, bekommt Nachwuchs – und kämpft vor allem in den langen Wintern um genug Nahrung für alle. Die Gemeinschaft begegnet diesem Mangel mit harten, unumstößlichen Regeln: Männliche Neugeborene werden mitunter getötet, Töchter verkauft, und eine Familie, die beim Diebstahl von Lebensmitteln ertappt wird, muss mit dem Leben büßen. Frau Orin selbst ist noch kräftig, führt den Haushalt und kennt als Einzige im Dorf die Stellen, an denen sich die begehrten Yamabe-Fische fangen lassen. Doch die Tradition verlangt, dass ältere Menschen, sobald sie ein bestimmtes Alter erreichen, zum Sterben auf den Berg gebracht werden – und Orin bereitet sich, ihrem Glauben treu, auf diesen letzten Gang vor.
Entstehungsgeschichte
Der japanische Film entstand 1983 unter der Regie von Shōhei Imamura. In den Hauptrollen sind Ken Ogata, Sumiko Sakamoto, Tonpei Hidari und Takejo Aki zu sehen. Eine Altersfreigabe ist nicht überliefert.
Hinter den Kulissen
Schon die Genrebezeichnung Drama lässt erahnen, wie konsequent der Film auf große Gesten und Auflösung verzichtet: Er beobachtet stattdessen das Zusammenspiel von Naturgesetzen, Überlebensnotwendigkeit und religiöser Pflicht in einer geschlossenen dörflichen Ordnung. Die Erzählung reiht existenzielle Stationen – Geburt, Hunger, Strafe, Tod – aneinander, ohne sie moralisch zu kommentieren, und macht so aus dem Schicksal einer einzelnen Frau ein Bild einer ganzen Lebensform, die sich den Bedingungen der Natur unterwirft, statt sich gegen sie aufzulehnen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,5 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zählt der Film zu den solide bis gut bewerteten Werken seines Genres, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen ließe. Seit seiner Entstehung 1983 sind über vier Jahrzehnte vergangen, in denen sich das Drama als eigenständiger, unnachgiebiger Beitrag zum Genre behauptet, der sich durch seine schonungslose Schilderung dörflichen Überlebens von vielen zeitgenössischen Dramen abhebt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ken Ogata als Tatsuhei
- Sumiko Sakamoto als Orin
- Tonpei Hidari als Risuke
- Aki Takejo als Tamayan
- Shoichi Ozawa als Katsuzô
- Fujio Tokita als Jinsaku
- Sanshō Shinsui als Zeniya Tadayan
- Seiji Kurasaki als Kesakichi
- Junko Takada als Matsuyan
- Mitsuko Baisho als Oei
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Verfügbarkeit
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