Die Familie (1987)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ettore Scola |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 127 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1987-12-01 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (131 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Am Anfang steht die Taufe von Carlo, ein Baby auf dem Schoß seines Großvaters. Am Ende sitzt Carlo selbst als Großvater da, ein Kind im Arm. Dazwischen liegen achtzig Jahre eines Lebens, das sich vollständig innerhalb der Wände eines einzigen Hauses abspielt. Die Räume dieser Wohnung geben der Erzählung ihre Struktur, jeder Raum steht für eine Zeit, eine Beziehung, eine Entscheidung. Carlo steht immer wieder vor derselben Frage: Soll er sich für die Sicherheit des Vertrauten entscheiden oder für die Leidenschaft, die ihn aus der Bahn werfen könnte? Eine klare Antwort findet er erst, als es zu spät ist, sie noch zu ändern.
Entstehungsgeschichte
„Die Familie“ entstand 1987 unter der Regie von Ettore Scola. Der italienische Spielfilm zeigt Vittorio Gassman, Fanny Ardant, Stefania Sandrelli und Andrea Occhipinti in den zentralen Rollen.
Hinter den Kulissen
Dass die gesamte Handlung ein einziges Haus nie verlässt, ist eine ungewöhnliche erzählerische Entscheidung für ein Drama, das eine Zeitspanne von acht Jahrzehnten abdeckt. Statt Schauplätze zu wechseln, verändert sich das Vertraute selbst: Räume, die einst für Kindheit standen, werden zu Orten des Alters. Die Rahmung durch die beiden Porträtszenen – Taufe und Enkelkind – verstärkt den Eindruck eines geschlossenen Kreises, in dem sich Generationen wiederholen, ohne dass die Wiederholung ausgesprochen wird. Die Konzentration auf eine einzelne Figur, Carlo, deren Unentschlossenheit zwischen Geborgenheit und Leidenschaft im Zentrum steht, macht aus der Familiensaga zugleich ein Charakterporträt, das sich Zeit lässt, seine Konsequenzen erst spät sichtbar werden zu lassen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,5 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im oberen Bereich für Dramen seiner Art, auch wenn die Basis nicht groß genug ist, um daraus mehr als eine Tendenz abzulesen. Seit der Entstehung 1987 sind mittlerweile weit über drei Jahrzehnte vergangen, was den Film als Werk seiner Zeit ausweist, dessen erzählerische Strenge – ein Haus, eine Lebensspanne, eine zentrale Frage – ihn innerhalb des Familiendramas als formal reduzierten, konzentrierten Beitrag erscheinen lässt.
Bilder


Besetzung & Stab
- Vittorio Gassman als Carlo as a man / Carlo's grandfather
- Fanny Ardant als Adriana
- Stefania Sandrelli als Beatrice
- Andrea Occhipinti als Carlo as a young man
- Emanuele Lamaro als Carlo as a child
- Cecilia Dazzi als Beatrice as a young woman
- Jo Champa als Adriana as a young woman
- Joska Versari als Giulio as a child
- Alberto Gimignani als Giulio as a young man
- Massimo Dapporto als Giulio as a middle-aged man
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Verfügbarkeit
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