Die fetten Jahre sind vorbei (2004)
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| Regie | Hans Weingartner |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 127 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2004-10-25 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (394 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Jan, Peter und Jule wollen gegen die Ungerechtigkeit der Welt aufbegehren und den Reichen in den Villenvierteln einen Denkzettel verpassen. Dazu steigen sie nachts in fremde Häuser ein. Sie stehlen aber nichts, sondern stellen die Möbel um und treiben ihre Streiche. Die Botschaft soll ankommen, ohne dass ein Schaden im klassischen Sinn entsteht.
Bei einem dieser Streifzüge werden sie plötzlich vom Topmanager Hardenberg überrascht. In einer Kurzschlussreaktion entführen sie ihn auf eine Berghütte in den Alpen. Dort nehmen die Spannungen zwischen Peter und Jan stetig zu, während sich Hardenberg als Alt-68er entpuppt, der für die Ansichten seiner Entführer durchaus Verständnis aufbringt.
Entstehungsgeschichte
Hans Weingartner führte bei „Die fetten Jahre sind vorbei“ Regie, der Film erschien 2004 und ist international als „The Edukators“ bekannt. Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Erceg und Burghart Klaußner bilden die Besetzung. Ab zwölf Jahren ist der Film freigegeben.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Drama und Komödie, und diese Mischung passt zu seiner Ausgangslage. Die nächtlichen Aktionen haben etwas Verspieltes, beinahe Schelmisches, doch mit der Entführung kippt die Geschichte in eine ernste Lage, aus der es keinen einfachen Ausweg gibt.
Interessant ist die Anlage der Figuren. Drei junge Leute mit einem gemeinsamen Ideal stehen einem Mann gegenüber, der für genau das System zu stehen scheint, das sie bekämpfen. Dass Hardenberg sich als ehemaliger Achtundsechziger erweist, verschiebt die Fronten: Die Frage ist nicht mehr nur, wer recht hat, sondern was aus jugendlichem Aufbegehren im Lauf eines Lebens wird. Parallel dazu wächst die Spannung innerhalb des Trios, sodass der Konflikt nicht nur zwischen den Generationen, sondern auch unter den Freunden selbst verläuft. Die abgelegene Berghütte verdichtet diese Konstellation auf engstem Raum.
Einordnung & Wirkung
Die Bewertung von 7,2 von 10 Punkten zeigt eine klar positive Aufnahme. Sie beruht auf einigen hundert Stimmen, eine Größenordnung, die eine verlässliche Tendenz erkennen lässt.
Zweiundzwanzig Jahre nach dem Erscheinen erzählt der Film weiterhin von einer Frage, die jede Generation neu stellt: wie weit Protest gehen darf und was von ihm bleibt. Zwischen Drama und Komödie findet er dafür einen Ton, der ernste Themen nicht ohne Leichtigkeit verhandelt.
Bilder




Besetzung & Stab
- Daniel Brühl als Jan
- Julia Jentsch als Jule
- Stipe Erceg als Peter
- Burghart Klaußner als Justus Hardenberg
- Peer Martiny als Villenbesitzer
- Petra Zieser als Villenbesitzerin
- Laura Schmidt als Tochter
- Sebastian Butz als Sohn
- Oliver Bröcker als Globalisierungsgegner
- Hanns Zischler als Vermieter
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Verfügbarkeit
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