Die Frau aus Brest (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Emmanuelle Bercot |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 121 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-11-18 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (131 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Irène Frachon ist Ärztin an der Uniklinik in Brest und stößt immer wieder auf Patienten mit ungewöhnlichen Herzklappenfehlern, häufig übergewichtige Menschen. Ein weiterer solcher Fall auf dem Operationstisch bringt sie auf eine Spur: Sie vermutet einen Zusammenhang mit dem Medikament Mediator. Um ihren Verdacht zu untermauern, initiiert sie eine Studie, deren Ergebnis eindeutig ausfällt. Doch statt Gehör zu finden, sieht sie sich mit Widerstand konfrontiert. Die zuständigen Behörden stellen die Seriosität ihrer Arbeit infrage, während der französische Pharmakonzern Servier, der das Präparat herstellt, mit aggressivem Auftreten gegen ihre Erkenntnisse vorgeht. Der Film zeigt, wie eine Ärztin gegen etablierte Strukturen ankämpft und wie schwer es ist, mit fundierten Fakten gegen wirtschaftliche Interessen anzukommen.
Entstehungsgeschichte
Die Regie des 2016 entstandenen Dramas liegt bei Emmanuelle Bercot. In den Hauptrollen sind Sidse Babett Knudsen, Benoît Magimel, Charlotte Laemmel und Isabelle De Hertogh zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte ist als reines Drama angelegt, ohne Zugeständnisse an Thriller-Elemente, obwohl der Stoff durchaus Spannung liefert: eine einzelne Ärztin gegen ein Netz aus Behörden und Konzern. Diese Konstellation erlaubt es, den Fokus auf die innere Beharrlichkeit der Hauptfigur zu legen statt auf äußere Action. Die Besetzung mit vier klar benannten Hauptfiguren deutet auf ein kammerspielartiges, figurenzentriertes Erzählen hin, in dem persönliche Auseinandersetzungen und institutionelle Machtverhältnisse im Vordergrund stehen. Dass die Handlung von einer Studie und ihrer angezweifelten Seriosität getragen wird, macht deutlich, dass der Film weniger auf Dramatik im klassischen Sinne setzt als auf den langwierigen, zermürbenden Prozess des Beweisens gegen Widerstände.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,8 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich "Die Frau aus Brest" im soliden, aber nicht überragenden Mittelfeld vergleichbarer Dramen. Seit dem Erscheinungsjahr 2016 sind mittlerweile neun Jahre vergangen, ohne dass sich die Bewertungsgrundlage merklich verbreitert hätte, was auf ein eher überschaubares, aber beständiges Interesse hindeutet. Innerhalb des Dramengenres reiht sich der Film in jene Werke ein, die reale gesellschaftliche Konflikte über einzelne, hartnäckige Figuren erzählen, statt auf große Besetzungen oder Genremischungen zu setzen.
Bilder







Besetzung & Stab
- Sidse Babett Knudsen als Dr Irène Frachon, pulmonologist
- Benoît Magimel als Dr Antoine Le Bihan, professor
- Charlotte Laemmel als 'Patoche', nurse
- Isabelle De Hertogh als Corinne Zacharria, Irene's patient
- Lara Neumann als Anne Jouan, journalist
- Patrick Ligardes als Bruno Frachon, Irene's husband
- Philippe Uchan als Dr Aubert, spokesperson for Servier
- Gustave Kervern als Charles Kermarec, publisher of Irène
- Pablo Pauly als Charles-Joseph Oudin, victims' lawyer
- Olivier Pasquier als Arsène Weber, Cnam's "Father Christmas"
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Verfügbarkeit
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