Die Frau des Zoodirektors (2017)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Niki Caro |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 128 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2017-03-24 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 20.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 26.152.835 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (1.590 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Jan und Antonina Żabiński leiten den Warschauer Zoo. Als 1939 der Krieg beginnt, wird der Zoo bombardiert.
Was danach folgt, hat mit Tieren nichts mehr zu tun. Unter deutscher Besatzung verstecken die Żabińskis Menschen auf dem Zoogelände — insgesamt etwa 300 Jüdinnen und Juden. Als Vorwand dient eine Schweinezucht; und die Żabińskis müssen den deutschen Zoologen Lutz Heck hinhalten, von dem der Zoo abhängt.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist das gleichnamige Buch von Diane Ackerman, die dafür ein Tagebuch des damaligen Zoodirektors Jan Żabiński und seiner Frau Antonina auswertete.
Regie führte Niki Caro, das Drehbuch schrieb Angela Workman. Produziert wurde der Film von Jeff Abberley.
Jessica Chastain spielt Antonina Żabińska, Johan Heldenbergh den Dr. Jan Żabiński, Daniel Brühl den Dr. Lutz Heck, Shira Haas die Urszula und Iddo Goldberg den Maurycy Fraenkel.
Die Kamera führte Andrij Parekh, den Schnitt David Coulson, die Musik stammt von Harry Gregson-Williams.
Gedreht wurde in Prag, obwohl der Film in Warschau spielt.
Die Premiere war am 7. März 2017 in Warschau, der US-Kinostart am 31. März 2017. In Deutschland erschien der Film direkt auf DVD.
Hinter den Kulissen
Die Rettung ist historisch belegt. Etwa 300 Menschen überlebten im Warschauer Zoo; der Film endet mit der Anerkennung der Żabińskis als Gerechte unter den Völkern.
Der Zoo als Versteck ist dabei kein erzählerischer Einfall, sondern der tatsächliche Ort — mitten in der besetzten Stadt.
Die Figur des Lutz Heck ist die schwierigste. Ein deutscher Zoologe, mit dem die Żabińskis auskommen mussten, weil er über den Zoo verfügte — der Film macht daraus ein Verhältnis, in dem jede Freundlichkeit berechnet ist.
Genau an dieser Stelle setzte die Kritik an: ob ein Film über den Holocaust so erzählt werden darf.
Einordnung & Wirkung
Stephen Holden warf dem Film in der New York Times vor, eine Disney-Version des Holocaust zu sein, mit unzureichender Dramatik. Oliver Armknecht bemängelte die zu zurückhaltende Darstellung.
Katja Iken hielt dagegen und würdigte das Verdienst, eine nahezu vergessene Geschichte bekannt gemacht zu haben.
Beide Positionen haben Gewicht, und sie schließen einander nicht aus. Ein Film kann einen Stoff zu glatt behandeln und zugleich der Grund sein, warum jemand überhaupt von ihm erfährt.
Dass der Film in Deutschland nicht ins Kino kam, sondern direkt auf DVD erschien, ist bei einem Stoff dieser Art bemerkenswert — und sagt mehr über den Verleih als über den Film.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jessica Chastain als Antonina Żabińska
- Daniel Brühl als Lutz Heck
- Johan Heldenbergh als Jan Żabiński
- Michael McElhatton als Jerzyk
- Timothy Radford als Ryszard Żabiński (Younger)
- Efrat Dor als Magda Gross
- Iddo Goldberg als Maurycy Fraenkel
- Shira Haas als Urszula
- Val Maloku als Ryszard Zabinski
- Martha Issová als Regina Kenigswein
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Verfügbarkeit
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