Die Geschichte der Nana S. (1962)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Luc Godard |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 85 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1962-09-20 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Budget | 64.000 $ |
| Einspielergebnis | 24.517 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (720 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nana ist eine mittellose junge Frau, die in Paris ein bescheidenes Leben führt. Als ihr Traum von der Schauspielerei zerbricht, entschließt sie sich, als Prostituierte zu arbeiten. Die Erzählung folgt dieser Entscheidung nicht als Fall, sondern als Abfolge von Situationen, in denen Nana über ihr eigenes Leben spricht und verhandelt. Der Film ist in 12 Kapitel geteilt, und dieser Schnitt bestimmt, wie das Publikum die Figur wahrnimmt: nicht in einem durchlaufenden Sog, sondern in klar voneinander abgesetzten Abschnitten, zwischen denen jeweils Zeit vergangen sein kann.
Entstehungsgeschichte
Jean-Luc Godard führte bei dem 1962 herausgekommenen Film Regie, angelegt als avantgardistischer Film-Essay. Die Hauptrolle übernahm Anna Karina, damals seine Ehefrau; daneben sind Sady Rebbot, André S. Labarthe und Guylaine Schlumberger besetzt. Die Freigabe ist ab 18 Jahren erteilt, was zum Gegenstand und zur Offenheit der Darstellung passt.
Hinter den Kulissen
Die Motive benennen die Bestandteile deutlich: Paris und Frankreich als Ort, Philosophie als Gesprächsstoff, Prostituierte und Zuhälter als Milieu, eine Protagonistin als Mittelpunkt, Schwarzweiß als Bildform. Zusammen mit der Zuordnung zum Drama beschreibt das eine Arbeit, die weniger auf Handlung als auf Haltung zielt. Der Gegensatz von Bild und Ton, mit dem der Film arbeitet, erzeugt einen Verfremdungseffekt: Das Publikum soll nicht mitfühlen, sondern mitdenken. Die Kapitelstruktur unterstützt das, weil sie jede Szene als eigenen Gedanken lesbar macht. Dass eine Frau im Zentrum steht, die über ihre Lage selbst Auskunft gibt, unterscheidet die Anlage von einer bloßen Milieuschilderung.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,7 von 10 gehört die Bewertung zu den höheren im Feld, auch wenn die Stimmenbasis schmal bleibt, wie es bei formal fordernden Arbeiten häufig der Fall ist. 64 Jahre nach dem Erscheinen wirkt der Zugriff weiterhin ungewöhnlich, weil er die Mittel offenlegt, statt sie zu verbergen. Im Drama steht der Film für die essayistische Richtung, die Erzählen und Nachdenken nicht trennt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Anna Karina als Nana Kleinfrankenheim
- Sady Rebbot als Raoul
- André S. Labarthe als Paul
- Guylaine Schlumberger als Yvette
- Gérard Hoffmann als Chef
- Monique Messine als Elisabeth
- Paul Pavel als Journalist
- Dimitri Dineff als Dimitri
- Peter Kassovitz als Young Man
- Eric Schlumberger als Luigi
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