Die Kinder von Windermere (2020)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michael Samuels |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm, Historie |
| Laufzeit | 88 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2020-01-27 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (122 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1945, kurz nach Kriegsende: Rund 300 jüdische Kinder, die die Konzentrationslager überlebt haben, werden nach England gebracht. Am Lake Windermere finden sie einen Ort, an dem ihnen nach den Jahren der Verfolgung erstmals wieder Hoffnung auf ein normales Leben gegeben wird. Der deutsche Psychologe Oscar Friedmann übernimmt über einen Sommer hinweg ihre Betreuung. Es geht darum, wie die Kinder lernen, mit dem Erlebten umzugehen, und welche ersten vorsichtigen Schritte zurück in ein Leben nach dem Trauma möglich werden. Der Film konzentriert sich auf diesen einen Sommer als Übergangszeit zwischen Vernichtung und Zukunft.
Entstehungsgeschichte
Die Regie führte Michael Samuels bei diesem 2020 entstandenen Film, der sich als Drama mit kriegsgeschichtlichem und historischem Hintergrund einordnen lässt. Besetzt ist er unter anderem mit Thomas Kretschmann, Romola Garai, Iain Glen und Tim McInnerny. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Kriegsfilm und Historie zeigt, dass hier kein reines Zeitkolorit im Vordergrund steht, sondern die innere Verarbeitung eines historischen Ereignisses. Das Schlagwort einer wahren Begebenheit setzt zudem den Anspruch, nah an realen Vorgängen zu bleiben statt fiktive Zuspitzungen zu suchen. Dass ein deutscher Psychologe die überlebenden Kinder betreut, deutet auf eine Erzählperspektive hin, die nicht nur das Leid, sondern auch den behutsamen Weg zurück in ein Leben nach der Katastrophe in den Mittelpunkt rückt. Die Beschränkung auf einen einzelnen Sommer als Zeitrahmen spricht für eine konzentrierte, auf wenige Monate fokussierte Erzählweise statt eines weit gespannten historischen Panoramas.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,4 von 10 bei einer eher schmalen Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein positives, aber noch nicht breit abgesichertes Bild ab. Seit der Entstehung des Films im Jahr 2020 sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, ohne dass sich am Kern des Stoffes – die Aufarbeitung eines Holocaust-Schicksals im unmittelbaren Nachkriegsjahr 1945 – etwas relativiert hätte. Innerhalb des Genres historischer Kriegsdramen positioniert sich der Film durch seinen engen zeitlichen und örtlichen Rahmen als eine eher kammerspielartige, auf individuelle Schicksale konzentrierte Variante des Themas.
Bilder




Besetzung & Stab
- Thomas Kretschmann als Oscar Friedmann
- Romola Garai als Marie Paneth
- Iain Glen als Jock Lawrence
- Tim McInnerny als Leonard Montefiore
- Marcel Sabat als Berish Lerner
- Philipp Christopher als Georg Lauer
- Anna Schumacher als Edith Lauer
- Konstantin Frank als Rabbi Weiss
- Marek Wroblewski als Schmuel 'Sam' Laskier
- Pascal Fischer als Benyak 'Ben' Helfgott
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