Die Nacht des Jägers (1955)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Charles Laughton |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Thriller |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1955-07-26 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Budget | 795.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (1.905 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Wanderprediger Harry Powell erfährt im Gefängnis von seinem zum Tode verurteilten Zellengenossen, dass dieser 10.000 Dollar geraubt und versteckt hat. Nur dessen beide Kinder wissen, wo — in der Puppe der kleinen Tochter.
Nach seiner Entlassung sucht Powell die Witwe auf und heiratet sie. Die Kinder durchschauen ihn von Anfang an und fliehen den Fluss hinab. Powell folgt ihnen, singend, unermüdlich. Zuflucht finden sie erst bei der alten Rachel Cooper, die Waisen aufnimmt und ein Gewehr im Haus hat.
Entstehungsgeschichte
Es ist die einzige Regiearbeit des Schauspielers Charles Laughton. Das Drehbuch schrieb James Agee nach dem Debütroman von Davis Grubb aus dem Jahr 1953; Laughton überarbeitete es erheblich.
Der Roman geht auf einen realen Fall zurück: Der Serienmörder Harry F. Powers heiratete in den dreißiger Jahren Witwen, um sie auszurauben und zu töten.
Robert Mitchum spielt Powell, Lillian Gish die Rachel Cooper, Shelley Winters die Witwe Willa Harper.
Hinter den Kulissen
Das Budget lag bei etwa 600.000 Dollar, gedreht wurde von August bis Oktober 1954 in den Studios von RKO und Republic sowie am Ohio River in West Virginia.
Laughton ließ bewusst in verschiedenen Stilen spielen: Mitchum grotesk überzeichnet, Gish naturalistisch. Kameramann Stanley Cortez arbeitete mit harten Hell-Dunkel-Kontrasten, die Musik von Walter Schumann orientiert sich an Stummfilmbegleitung.
Powells Fingerknöchel tragen die Tätowierungen "LOVE" und "HATE" — bis heute eines der meistzitierten Bilder des amerikanischen Kinos.
Einordnung & Wirkung
1955 fiel der Film durch. Viele Kritiker hielten ihn für zu kunstbeflissen, United Artists warb kaum für ihn. Pauline Kael berichtete von einem Kino mit 2.000 Plätzen, in dem ein Dutzend Zuschauer saß.
Ab den siebziger Jahren wurde er neu entdeckt. Roger Ebert zählte ihn zu den größten amerikanischen Filmen, die nie die verdiente Anerkennung fanden.
1992 kam er ins National Film Registry, 2001 auf Platz 34 der besten amerikanischen Thriller des AFI, 2008 bei den Cahiers du cinéma auf Platz zwei aller Zeiten, 2022 auf Rang 25 der Sight-&-Sound-Umfrage. David Lynch, die Coen-Brüder und Spike Lee haben sich auf ihn berufen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Robert Mitchum als Preacher Harry Powell
- Shelley Winters als Willa Harper
- Lillian Gish als Rachel Cooper
- Billy Chapin als John Harper
- Sally Jane Bruce als Pearl Harper
- James Gleason als Uncle Birdie Steptoe
- Evelyn Varden als Icey Spoon
- Don Beddoe als Walt Spoon
- Peter Graves als Ben Harper
- James Griffith als District Attorney
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