Die Nacht des Leguan (1964)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | John Huston |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1964-08-06 |
| Budget | 3.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 12.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (174 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein protestantischer Geistlicher, aus seiner Gemeinde verstoßen, verdingt sich in Mexiko als Reiseführer. Seine Touren bestehen vor allem aus Gruppen älterer amerikanischer Damen, die sich auf eigene Weise mit ihm arrangieren müssen, als eine junge, aufreizende Reiseteilnehmerin ihn zu verführen versucht. Das bringt ihm die offene Feindschaft der übrigen Frauen ein, und die Stimmung innerhalb der Gruppe kippt. Am Ende führt der Weg zu einem Hotel, das von einer alten Bekannten des Geistlichen geleitet wird – dort spitzt sich zusammen, was sich während der Reise aufgestaut hat.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1964 unter der Regie von John Huston. In den Hauptrollen sind Richard Burton, Ava Gardner, Deborah Kerr und Sue Lyon zu sehen. Er ist als Drama mit Liebesgeschichte angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Konstellation aus einem gescheiterten Geistlichen, einer Gruppe reisender Frauen und einer jungen Verführerin liefert die Reibung, aus der sich das Drama entwickelt: Autorität und moralischer Anspruch des Protagonisten stehen von Anfang an unter Druck. Dass die Geschichte in einem abgeschlossenen Rahmen spielt – Reisegruppe, dann Hotel –, verdichtet die Konflikte auf engem Raum, statt sie in einer weit verzweigten Handlung zu verlaufen. Die Einordnung als Liebesfilm neben dem Drama deutet an, dass neben der sozialen und moralischen Krise des Geistlichen auch eine persönliche, gefühlsbetonte Ebene zwischen ihm und der Hotelbesitzerin eine Rolle spielt. Die Besetzung mit vier profilierten Darstellerinnen und Darstellern in klar konturierten Figuren – die Verführerin, die feindlich gesinnten Reisebegleiterinnen, die alte Bekannte – legt nahe, dass der Film stark von Figurenkonstellationen und Dialogen getragen wird statt von äußerer Handlung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zeigt sich, dass der Film bei denen, die ihn kennen, überwiegend positiv gesehen wird, ohne dass sich daraus ein breites Meinungsbild ableiten ließe. Seit der Entstehung 1964 sind mittlerweile über sechs Jahrzehnte vergangen, was den Film in eine Zeit einordnet, in der literarisch geprägte Dramen mit moralischen Konflikten und komplexen weiblichen wie männlichen Figuren zum festen Bestandteil des Kinos gehörten. Innerhalb der Kombination aus Drama und Liebesfilm nimmt er eine Stellung ein, die stärker auf psychologische Zuspitzung als auf äußere Ereignisse setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Richard Burton als Rev. Dr. T. Lawrence Shannon
- Ava Gardner als Maxine Faulk
- Deborah Kerr als Hannah Jelkes
- Sue Lyon als Charlotte Goodall
- Skip Ward als Hank Prosner
- Grayson Hall als Judith Fellowes
- Cyril Delevanti als Nonno
- Mary Boylan als Miss Peebles
- Gladys Hill als Mlle Dexter (uncredited)
- Emilio Fernández als Barkeeper (uncredited)
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