Die Nacht von San Lorenzo (1982)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Vittorio Taviani |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Drama |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1982-09-16 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (133 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer toskanischen Kleinstadt spitzt sich im Jahr 1944 die Lage zu: Die deutsche Besatzung sitzt in San Miniato, und die Angst vor Vergeltungsmaßnahmen wächst. Eine Gruppe von Bauern beschließt, sich der drohenden Einkesselung zu entziehen, und macht sich zu Fuß auf den Weg durch das Land. Erzählt wird dieser Aufbruch nicht aus der nüchternen Perspektive der Erwachsenen, sondern durch die Augen von Kindern, die das Geschehen mit einer eigenen, fast traumhaften Wahrnehmung durchleben. Die toskanische Landschaft selbst wird dabei zu einem tragenden Element der Geschichte, sie begleitet den Treck der Fliehenden über Felder und Wege und gibt dem Kriegsgeschehen einen eigenwilligen, fast poetischen Rahmen. Der Titel verweist auf den 10. August, die Nacht der Sternschnuppen, in der Wünsche geäußert werden – ein Bild, das sich mit der Bedrohlichkeit der Ereignisse verschränkt.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt von 1982 und liegt in der Regie von Paolo Taviani. Die Besetzung umfasst Omero Antonutti, Margarita Lozano, Claudio Bigagli und Miriam Guidelli.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Kriegsfilm und Drama zeigt sich hier nicht in klassischer Frontdarstellung, sondern in der Schilderung einer Zivilbevölkerung, die auf der Flucht ist. Dass die Geschichte durch den kindlichen Blick gebrochen wird, verschiebt den Ton weg vom reinen Schrecken hin zu einer Erzählweise, die Angst, Neugier und Staunen nebeneinanderstehen lässt. Die starke Verankerung in der Landschaft der Toskana deutet darauf hin, dass der Weg selbst, das Wandern durch offenes Land, für die Erzählung eine ebenso große Rolle spielt wie die Ereignisse, die sich daran entzünden.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film in einem Bereich, der auf ein kleineres, aber beständiges Interesse hindeutet. Seit seiner Entstehung 1982 sind mittlerweile 43 Jahre vergangen, was ihn innerhalb des Kriegsdramas zu einem Werk macht, das aus einiger zeitlicher Distanz betrachtet wird. Innerhalb des Genres nimmt er durch seine kindliche Erzählperspektive und die enge Verbindung zur ländlichen Landschaft eine Position ein, die sich von reinen Schlachtenschilderungen deutlich unterscheidet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Omero Antonutti als Galvano
- Margarita Lozano als Concetta
- Claudio Bigagli als Corrado
- Miriam Guidelli als Belindia
- Massimo Bonetti als Nicola
- Enrica Maria Modugno als Mara
- Sabina Vannucchi als Rosanna
- Giorgio Naddi als Bishop
- Micol Guidelli als Cecilia
- Renata Zamengo als La Scardigli
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Verfügbarkeit
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