Die Wannseekonferenz (2022)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Matti Geschonneck |
|---|---|
| Genre | Historie, Kriegsfilm, Drama |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2022-05-06 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (135 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Am 20. Januar 1942 kommen in einer Villa am Großen Wannsee 15 Männer zusammen, geladen von Reinhard Heydrich zu einer „Besprechung mit anschließendem Frühstück“. Vertreter der SS, der NSDAP und der Ministerialbürokratie sitzen an einem Tisch, um binnen etwa 90 Minuten die Organisation des Massenmords an den Juden Europas bürokratisch zu regeln. Der Film folgt dieser Runde in nahezu geschlossener Zeit und zeigt, wie aus Verwaltungssprache, Zahlen und Zuständigkeiten die Planung eines Verbrechens von historischem Ausmaß entsteht.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Matti Geschonneck, der Fernsehfilm entstand 2022 anlässlich des 80. Jahrestages der historischen Konferenz. Grundlage ist das von Adolf Eichmann verfasste Besprechungsprotokoll, das als fiktionalisierte Vorlage für die Dialoge dient. In den Hauptrollen sind Philipp Hochmair, Johannes Allmayer, Maximilian Brückner und Matthias Bundschuh zu sehen. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Historie, Kriegsfilm und Drama verweist auf eine Erzählweise, die nicht auf Kampfszenen oder Action setzt, sondern auf das Gespräch selbst als Ort des Schreckens. Dass die Handlung sich auf einen einzigen Vormittag und einen einzigen Raum konzentriert, macht die Konferenz zum eigentlichen Spannungsträger: Sprache, Tonfall und Verhandlungslogik der Beteiligten werden zum Mittel, mit dem der Film das Ungeheuerliche sichtbar macht, ohne es bildlich auszustellen. Die Besetzung mit mehreren markanten Schauspielern deutet auf ein Ensemblestück hin, in dem jede Figur eine eigene Position innerhalb der bürokratischen Hierarchie vertritt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,7 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im mittleren bis oberen Bereich der Publikumsresonanz, ohne dass sich daraus ein eindeutiges Meinungsbild ablesen ließe. Mit einigem Abstand zum 80. Jahrestag des historischen Ereignisses bleibt der Stoff durch seine dokumentarische Grundlage aktuell. Innerhalb des Genres historischer Kriegsdramen ordnet sich der Film als kammerspielartige Annäherung an ein zentrales Kapitel der NS-Geschichte ein, die auf Rekonstruktion des Gesprächs statt auf äußere Handlung setzt.
Bilder





Besetzung & Stab
- Philipp Hochmair als Reinhard Heydrich
- Johannes Allmayer als Adolf Eichmann
- Maximilian Brückner als Dr. Eberhard Schöngarth
- Matthias Bundschuh als Erich Neumann
- Fabian Busch als Dr. Gerhard Klopfer
- Jakob Diehl als Heinrich Müller
- Lilli Fichtner als Ingeburg Werlemann
- Godehard Giese als Dr. Wilhelm Stuckart
- Peter Jordan als Dr. Alfred Meyer
- Arnd Klawitter als Dr. Roland Freisler
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