Dillinger ist tot (1969)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Marco Ferreri |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1969-01-24 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (146 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Glauco, von Beruf Industriedesigner, kommt abends nach Hause, seine Frau liegt bereits mit Kopfschmerzen im Bett. Statt sie zu stören, macht er sich selbst etwas zu essen und stößt beim Suchen in der Küche auf eine alte Zeitung, die vom Tod des amerikanischen Gangsters Dillinger berichtet. Darin eingewickelt findet er einen Revolver, den er an sich nimmt und in aller Ruhe säubert. Die Nacht zieht sich hin, gefüllt mit beiläufigen Handlungen, ehe sich Glauco dem Zimmermädchen zuwendet und schließlich seine Frau erschießt. Am Morgen sticht er allein mit einem Schiff Richtung Tahiti in See. Wie es dazu kommt und was diesen Umschlag auslöst, bleibt der Beobachtung überlassen, nicht der Erklärung.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1969 unter der Regie von Marco Ferreri. In den Hauptrollen sind Michel Piccoli als Glauco und Anita Pallenberg als seine Frau zu sehen, außerdem wirken Gino Lavagetto und Mario Jannilli mit. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte konzentriert sich fast vollständig auf eine einzige Nacht und einen einzigen Mann, der sich in häuslicher Umgebung bewegt, während sich unter der Oberfläche etwas verschiebt. Die Verbindung von Alltagsgegenständen wie Zeitung, Küche und Revolver mit einer plötzlichen Gewalttat macht deutlich, dass hier weniger eine Handlung im klassischen Sinn erzählt wird als ein Zustand: Langeweile, Routine und eine stille Erschöpfung, die sich unvermittelt entlädt. Dass die Erzählung mit einer Abreise übers Meer endet, statt Konsequenzen zu zeigen, unterstreicht diesen distanzierten, fast beiläufigen Blick auf die Tat.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer eher schmalen, im dreistelligen Bereich liegenden Stimmenzahl gehört der Film zu jenen Titeln, die kein breites Publikum, aber eine beständige Aufmerksamkeit gefunden haben. Zwischen dem Erscheinungsjahr 1969 und heute liegen mehr als fünfzig Jahre, in denen sich das Drama als eigenwilliger Beitrag zu einem Kino behauptet hat, das Alltag und plötzlichen Bruch nebeneinanderstellt, ohne sie psychologisch aufzulösen.
Bilder



Besetzung & Stab
- Michel Piccoli als Glauco
- Anita Pallenberg als Ginette - La moglie di Glauco
- Gino Lavagetto als Marinaio
- Mario Jannilli als Capitano
- Annie Girardot als Sabine - la cameriera
- Carole André als Proprietaria del battello
- Adriano Aprà als Cinema critic
- Carla Petrillo
- Gerard Malanga als Young man in film (uncredited)
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