Ferien in der Hölle (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ted Kotcheff |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-07-21 |
| Budget | 750.000 $ |
| Einspielergebnis | 371.717 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (354 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
John Grant ist Lehrer und hat Schulden. Auf dem Weg nach Sydney macht er Station in Bundanyabba, einer rauen Bergbaustadt im Landesinneren. Eigentlich will er dort nur eine Nacht verbringen, bevor er das Flugzeug nimmt. Doch nach einer unglücklichen Wette sitzt er fest.
Die Stadt ist voller Männer, die trinken, toben und zur Gewalt neigen, und sie drohen, ihn in denselben Sog hineinzuziehen. Aus der einen geplanten Nacht werden fünf. Grant stürzt sich kopfüber in eine Abwärtsspirale, in der Alkohol, Rausch und Enthemmung die Oberhand gewinnen. Der gebildete, wohlerzogene Lehrer, als der er angekommen ist, bleibt dabei immer weiter auf der Strecke.
Entstehungsgeschichte
Ted Kotcheff inszenierte den Film, der 1971 erschien und im Englischen „Wake in Fright“ heißt. Gary Bond, Donald Pleasence, Chips Rafferty und Sylvia Kay bilden die Besetzung. Da die Handlung fast ganz auf die Hauptfigur und die Männer der Stadt zugeschnitten ist, liegt der Schwerpunkt auf wenigen, eng miteinander verbundenen Figuren.
Hinter den Kulissen
Drama und Thriller verbinden sich hier zu einer Geschichte über den Zerfall eines Menschen. Der Thriller entsteht nicht aus einer klassischen Bedrohung von außen, sondern aus dem Sog einer Umgebung, der sich die Hauptfigur nicht entziehen kann. Das Drama zeigt, wie dünn die Schicht aus Bildung und Anstand ist, wenn Alkohol, Gruppendruck und Ausweglosigkeit zusammenkommen.
Weihnachten spielt als Motiv in die Geschichte hinein, was den Kontrast verschärft: Eine Zeit, die mit Heimkehr und Besinnlichkeit verbunden ist, wird hier zur Station eines Absturzes. Die abgelegene Bergbaustadt wirkt dabei wie eine Falle. Weil Grant eigentlich nur auf der Durchreise ist, gewinnt jede weitere Nacht an Bedrohlichkeit. Die Geschichte erzählt so von einer Reise, die nicht ans Ziel, sondern in die Selbstzerstörung führt.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,2 von 10 Punkten erhält der Film eine klar positive Bewertung. Die Stimmen bewegen sich im mittleren dreistelligen Bereich, was für einen Titel dieses Alters eine beachtliche Grundlage ist.
Seit dem Erscheinen sind 55 Jahre vergangen. Dass die Bewertung dennoch so deutlich ausfällt, spricht dafür, dass die Geschichte vom Absturz eines zivilisierten Mannes ihre verstörende Wirkung behalten hat. Innerhalb des Psychothrillers steht der Film für eine Erzählweise, die das Unheimliche nicht im Übernatürlichen sucht, sondern in der Enthemmung ganz gewöhnlicher Menschen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Donald Pleasence als Doc Tydon
- Gary Bond als John Grant
- Chips Rafferty als Jock Crawford
- Sylvia Kay als Janette Hynes
- Jack Thompson als Dick
- Peter Whittle als Joe
- Al Thomas als Tim Hynes
- John Meillon als Charlie
- John Armstrong als Atkins
- Slim DeGrey als Jarvis
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Verfügbarkeit
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