Fight Club (1999)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | David Fincher |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 139 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1999-10-15 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Budget | 63.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 100.853.753 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,4 (32.892 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein namenloser Angestellter reist als Schadensgutachter für einen Autohersteller durch die USA, rechnet Rückrufaktionen gegen erwartete Todesfälle auf und schläft seit Monaten nicht. Er findet Linderung in Selbsthilfegruppen für Krankheiten, die er nicht hat — bis Marla Singer auftaucht und ihm den Trost verdirbt, weil sie dieselbe Lüge lebt.
Auf einem Flug trifft er Tyler Durden, Seifenhersteller, Filmvorführer und das exakte Gegenteil seiner selbst. Aus einer Prügelei auf einem Parkplatz entsteht der Fight Club, aus dem Fight Club eine Organisation, aus der Organisation das "Projekt Chaos" mit deutlich weiterreichenden Zielen. Der Film erzählt diesen Weg als Befreiungsgeschichte und entzieht ihr im letzten Drittel den Boden.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist Chuck Palahniuks Roman von 1996. Laura Ziskin sicherte sich für Fox 2000 die Rechte, Jim Uhls schrieb das Drehbuch. David Fincher wollte den Film unbedingt machen, obwohl er nach den Erfahrungen mit "Alien 3" ein angespanntes Verhältnis zu Fox hatte — er verlangte und bekam mehr Kontrolle als beim ersten Mal.
Die Besetzung war umkämpft. Fincher setzte Edward Norton und Brad Pitt durch, obwohl das Studio andere Namen bevorzugte, und bestand auf Helena Bonham Carter als Marla, die zu diesem Zeitpunkt vor allem für Literaturverfilmungen bekannt war. Palahniuk selbst hat mehrfach gesagt, der Film sei straffer als sein Buch — insbesondere das Ende wurde verändert.
Hinter den Kulissen
Fincher baute Hinweise in die Bildebene ein, die beim ersten Sehen kaum auffallen: Tyler Durden erscheint vor seinem eigentlichen Auftritt viermal für den Bruchteil einer Sekunde im Bild. Das verfallene Haus in der Paper Street war ein eigens gebautes Set, das gezielt auf Feuchtigkeit und Verfall hin konstruiert wurde.
Pitt und Norton nahmen vor dem Dreh Box- und Kampfunterricht. In einer Szene sollte Norton einen Schlag nur andeuten und traf Pitt tatsächlich am Ohr — Finchers Kamera lief weiter, und die Reaktion blieb im Film. Beide Darsteller ließen sich außerdem abgeschliffene Zahnprothesen anfertigen, die im Lauf des Films sichtbar mehr Schaden zeigen. Die Musik stammt von den Dust Brothers, einem Hip-Hop-Produzententeam ohne Filmerfahrung.
Einordnung & Wirkung
Im Kino war "Fight Club" ein Misserfolg: Rund 100 Millionen Dollar weltweit bei etwa 63 Millionen Produktionskosten, dazu Kritiken, die von Ratlosigkeit bis zum Vorwurf der Gewaltverherrlichung reichten. Fox-Chef Bill Mechanic verlor seinen Posten auch wegen dieses Films.
Erst der DVD-Markt drehte das Bild. Der Film wurde zu einem der meistverkauften Titel des Formats und über die 2000er zum Kultfilm. Seine Rezeptionsgeschichte ist inzwischen selbst Gegenstand der Diskussion: Dass Teile des Publikums Tyler Durden als Vorbild lesen, obwohl der Film ihn als Symptom vorführt, gilt als Musterbeispiel dafür, wie zuverlässig Satire missverstanden werden kann, wenn sie ihre Figur attraktiv genug inszeniert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Edward Norton als Narrator
- Brad Pitt als Tyler Durden
- Helena Bonham Carter als Marla Singer
- Meat Loaf als Robert Paulson
- Jared Leto als Angel Face
- Zach Grenier als Richard Chesler (Regional Manager)
- Holt McCallany als The Mechanic
- Eion Bailey als Ricky
- Richmond Arquette als Intern at Hospital
- David Andrews als Thomas at Remaining Men Together
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Verfügbarkeit
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