Gaspard va au mariage (2018)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Antony Cordier |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2018-01-31 |
| TMDB-Bewertung | 6 (116 Stimmen) |
Worum es geht
Gaspard ist fünfundzwanzig und ohne Plan, irgendwo in der Welt reparieert er Aufzüge und lässt eine ungelöste Kindheit hinter sich. Die erneute Heirat seines Vaters zwingt ihn, in den familiären Zoo zurückzukehren, aus dem er einst geflohen ist. Er reist mit Bangen und mit Laura, einer unbeschwerten jungen Frau, die er zufällig kennengelernt und dafür engagiert hat, seine Freundin zu spielen. Am Ziel begreift Laura, warum Gaspard sich so sehr wehrt: Die Mutter ist vor Jahren gestorben, angeblich "von einem Tiger gefressen", der Vater leidet an zwanghaftem Frauenwahn, möchte aber unbedingt seine Tierärztin Peggy heiraten, der tugendhafte Bruder Virgile klagt über die Last, den Zoo zu führen, und die kleine Schwester Coline streift unter einem Bärenfell durch den Park, ein Übergangsobjekt, das sie nie abgelegt hat. Laura wird zum Schlüssel, mit dem Gaspard sich durch das Labyrinth seiner Vergangenheit bewegt und die aufkommenden Erinnerungen auf ihre Tragfähigkeit prüft.
Entstehungsgeschichte
Der 2018 entstandene Spielfilm stammt von Regisseur Antony Cordier. In den Hauptrollen sind Félix Moati als Gaspard, Laetitia Dosch als Laura, Christa Théret und Johan Heldenbergh zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Mischung aus Komödie und Drama passt zu einer Geschichte, die eine schrullige Familie mit echten Verlusten und Verletzungen zusammenbringt. Der Kunstgriff der vorgetäuschten Beziehung dient hier weniger der Verwechslungskomödie als einem Blick von außen: Laura als Figur, die als Außenstehende die familiären Muster erkennt, während Gaspard selbst blind dafür ist. Der Zoo als Schauplatz spiegelt die Anlage der Erzählung – ein Ort, an dem Tiere und Menschen gleichermaßen in Käfigen aus Rollen und Erwartungen leben. Dass gleich mehrere Figuren mit unbewältigter Trauer, Bindungsangst oder Verantwortungsdruck ringen, deutet auf ein Ensemblestück hin, das seine Komik aus der Reibung dieser Charaktere zieht statt aus reiner Situationskomik.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,0 bei einer noch überschaubaren Zahl an abgegebenen Stimmen bewegt sich der Film im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus ein eindeutiges Urteil ableiten lässt. Seit der Veröffentlichung sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, ohne dass sich die Bewertungsbasis merklich verbreitert hätte. Innerhalb der Tragikomödien über dysfunktionale Familien reiht sich der Titel mit seiner ungewöhnlichen Zoo-Kulisse als eigenständige Variante ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Félix Moati als Gaspard
- Laetitia Dosch als Laura
- Christa Théret als Coline
- Johan Heldenbergh als Max
- Guillaume Gouix als Virgil
- Marina Foïs als Peggy
- Élodie Bouchez als La mère de Gaspard
- Vincent Deniard als L'amoureux de Coline
- Noémie Alazard-Vachet als La mariée tatouée
- Elsa Houben als Coline à 13 ans
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Verfügbarkeit
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