Genosse Don Camillo (1965)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luigi Comencini |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1965-09-18 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (211 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein italienisches Dorf, das man von den Zwistigkeiten zwischen Bürgermeister Peppone und Priester Don Camillo kennt, bekommt eine Partnergemeinde jenseits des Eisernen Vorhangs. Als die Genossen zu den Feierlichkeiten nach Russland reisen wollen, besteht Don Camillo darauf, mitzukommen – und setzt das mit einem Druckmittel durch: Er droht, einen Seitensprung Peppones öffentlich zu machen. Mit falschen Papieren reist er als „Genosse Tarocci“ mit, seine wahre Identität kennen nur Peppone und dessen Leute, während ein mitreisender Journalist im Unklaren bleibt, wen er da vor sich hat. In Russland warten Ballett, Oper, ein Wettfischen und diverse Feste – Anlässe, an denen sich die Gegensätze zwischen den Reisenden und ihrer Umgebung immer wieder reiben.
Entstehungsgeschichte
Die Komödie entstand 1965 unter der Regie von Luigi Comencini. In den Hauptrollen sind Fernandel als Don Camillo und Gino Cervi als Peppone zu sehen, an ihrer Seite Graziella Granata und Gianni Garko. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Schon die Ausgangssituation – ein katholischer Priester reist unter falschem Namen als Kommunist in die Sowjetunion, um seinem politischen Widersacher auf die Finger zu schauen – trägt die Komödie ganz auf sich selbst zu: Erpressung als Reisegenehmigung, eine doppelte Identität, die nur die halbe Reisegruppe durchschaut, und ein ahnungsloser Journalist als Publikum im Publikum. Der Kulturaustausch mit Ballett, Oper und Wettfischen liefert dabei einen bunten Rahmen aus offiziellen Anlässen, in dem sich private Rivalität und ideologischer Systemgegensatz immer wieder Bahn brechen. Die Komödie lebt von diesem Nebeneinander aus Staatsritual und persönlicher Sticheleien zwischen den beiden Hauptfiguren.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,1 von 10 Punkten bei einer noch schmalen Bewertungsbasis fällt der Titel unter jene Werke, deren Publikum überschaubar geblieben ist, deren Zustimmung aber vergleichsweise konstant ausfällt. Zwischen dem Erscheinungsjahr 1965 und heute liegen sechs Jahrzehnte, in denen sich die politische Konstellation von Ost und West grundlegend verändert hat – ein Umstand, der die Ausgangslage der Geschichte aus heutiger Sicht deutlich zeitgebunden erscheinen lässt. Innerhalb der Filmreihe um Don Camillo und Peppone markiert dieser Teil jene Ausweitung, die das dörfliche Duell auf internationalen Boden verlegt.
Bilder




Besetzung & Stab
- Fernandel als Don Camillo Tarocci
- Gino Cervi als Giuseppe 'Peppone' Bottazzi
- Graziella Granata als Nadia
- Gianni Garko als Scamoggia
- Leda Gloria als Maria Bottazzi
- Saro Urzì als Brusco
- Marco Tulli als Smilzo
- Jacques Herlin als Perletti
- Silla Bettini als Bigio
- Aldo Vasco als Un camarade
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Verfügbarkeit
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