Große Freiheit (2021)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Sebastian Meise |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm, Krimi |
| Laufzeit | 116 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2021-11-18 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 218.511 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (210 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Nachkriegsdeutschland wird Hans immer wieder verhaftet, weil er homosexuell ist. Der Paragraf 175 macht sexuelle Handlungen zwischen Männern zur Straftat, und so zieht sich seine Geschichte über Jahre hinweg als Kette von Gefängnisaufenthalten. Beständigkeit findet er ausgerechnet dort, wo man sie nicht erwarten würde: bei Viktor, seinem langjährigen Zellengenossen, der wegen Mordes einsitzt. Was zwischen den beiden als Ablehnung beginnt, entwickelt sich über die gemeinsam verbrachte Zeit hinweg zu einer engen Bindung. Der Film verfolgt diese Beziehung über mehrere Etappen von Hans’ Leben hinter Gittern, ohne die einzelnen Stationen chronologisch klar zu trennen.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Sebastian Meise bei diesem 2021 entstandenen Spielfilm. In den Hauptrollen sind Franz Rogowski als Hans und Georg Friedrich als Viktor zu sehen, an ihrer Seite Anton von Lucke und Thomas Prenn. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Liebesfilm und Krimi verweist auf die Anlage der Geschichte: Das Kriminelle liegt hier nicht in einer Tat, sondern im Gesetz selbst, das Hans’ Beziehungen kriminalisiert, während Viktor als tatsächlich verurteilter Mörder im selben System einsitzt. Diese Gegenüberstellung zweier sehr unterschiedlicher Gründe für Freiheitsentzug schärft den Blick auf die Willkür des Paragrafen 175. Dass die Handlung sich über mehrere Zeitpunkte in Haft erstreckt, statt eine einzige Episode zu erzählen, macht aus einer punktuellen Verfolgungsgeschichte ein Porträt eines ganzen Lebens, das durch Wiederholung geprägt ist. Die Liebesgeschichte zwischen Hans und Viktor entfaltet sich dabei fast ausschließlich innerhalb der engen Grenzen der Zelle, was der Erzählung eine klaustrophobische, auf wenige Figuren konzentrierte Form gibt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer noch vergleichsweise kleinen Stimmenbasis zeichnet sich ab, dass der Film bei jenen, die ihn gesehen haben, überwiegend positiv aufgenommen wird, auch wenn sich daraus noch kein endgültiges Bild ergibt. Seit der Entstehung 2021 sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, in denen sich das Urteil über den Titel weiter festigen könnte. Innerhalb der Kombination aus Drama und Liebesfilm mit kriminalistischem Unterton nimmt der Film eine Position ein, die historisches Unrecht mit einer persönlichen Beziehungsgeschichte verknüpft, statt beides getrennt zu behandeln.
Bilder








Besetzung & Stab
- Franz Rogowski als Hans Hoffmann
- Georg Friedrich als Viktor
- Anton von Lucke als Leo Giese
- Thomas Prenn als Oskar
- Thomas Stecher als Guard 1968
- Alfred Hartung als Guard 1945
- Thomas Wehling als Guard 1957
- Mex Schlüpfer als Buddy Viktor
- David Burnell IV als Ally
- Fabian Stumm als Police Officer
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Verfügbarkeit
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