Guten Tag, Ramón (2013)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jorge Ramírez Suárez |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 121 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2013-10-21 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 4.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 5.104.868 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (161 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ramon lebt in einer Umgebung, in der der Weg in eine Drogenbande fast vorgezeichnet scheint. Er widersetzt sich dieser Aussicht, steht aber unter erheblichem finanziellem Druck: Seine Mutter zieht ihn allein groß und pflegt zugleich die kranke Großmutter. Sie drängt ihn, in die USA zu gehen, doch fünf Versuche scheitern, und was Ramon auf diesen Wegen erlebt, hinterlässt Spuren. Ein Freund erzählt ihm von einer Tante in Deutschland, und Ramon entscheidet sich für diesen ungewissen Neuanfang. In Deutschland angekommen, findet er die Verwandte nicht, eine Rückkehr ist ihm verwehrt. Mittellos, ohne Deutsch- oder Englischkenntnisse, schlägt er sich im Winter auf der Straße durch – bis er die Rentnerin Ruth trifft. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Verbindung, die nicht auf gemeinsamer Sprache beruht.
Entstehungsgeschichte
„Guten Tag, Ramón“ entstand 2013 unter der Regie von Jorge Ramírez Suárez. Der Film ist als Drama angelegt und ab 6 Jahren freigegeben. In den Hauptrollen sind Kristyan Ferrer, Ingeborg Schöner, Rüdiger Evers und Adriana Barraza zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verknüpft zwei sehr unterschiedliche Lebenswelten: die von Gewalt und Perspektivlosigkeit geprägte Herkunft Ramons und die winterliche, sprachlich fremde Umgebung in Deutschland. Dass eine ältere deutsche Rentnerin und ein junger Mann ohne gemeinsame Sprache zueinanderfinden, verschiebt den Fokus weg von äußerer Handlung hin zu einer Beziehung, die sich über Gesten und Zeit aufbaut. Die Besetzung mit Ferrer auf der einen und Schöner sowie Evers auf der anderen Seite spiegelt diese zwei Pole der Geschichte auch besetzungstechnisch wider. Die Einordnung als reines Drama, ohne Beimischung anderer Genres, deutet darauf hin, dass der Film auf die emotionale Entwicklung der Figuren setzt statt auf äußere Spannungsmomente.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,9 aus einem noch überschaubaren Kreis von Stimmen zählt der Film zu den besser bewerteten Beiträgen seines Genres, auch wenn die Basis für eine breite Einordnung schmal bleibt. Seit dem Erscheinungsjahr 2013 sind mehr als zehn Jahre vergangen, in denen sich das Thema Migration und Fremdheit in familiären wie gesellschaftlichen Zusammenhängen nicht an Relevanz verloren hat. Innerhalb des Dramas positioniert sich der Film mit seiner Konzentration auf eine stille, sprachlose Freundschaft eher am ruhigen, zwischenmenschlichen Ende des Genrespektrums.
Bilder



Besetzung & Stab
- Kristyan Ferrer als Ramón
- Ingeborg Schöner als Ruth
- Rüdiger Evers als Karl
- Adriana Barraza als Esperanza
- Arcelia Ramírez als Rosa
- Hector Kotsifakis als Güero
- Karl Friedrich als Schneider
- Marcel Batangtaris als Flughafenangestellter
- Andreas Berg als Herr Neumann
- Marius Biegai als Bundesgrenzschutz
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