Im Labyrinth des Schweigens (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Giulio Ricciarelli |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 123 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-11-06 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 4.574.756 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (613 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Deutschland im Jahr 1958: Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, ein Land, das nach vorne sieht. Johann Radmann ist seit Kurzem Staatsanwalt und bearbeitet wie alle Neulinge Verkehrsdelikte. Als der Journalist Thomas Gnielka im Gerichtsgebäude für Aufruhr sorgt, wird Radmann hellhörig: Ein Freund Gnielkas hat in einem Lehrer einen ehemaligen Wärter von Auschwitz erkannt, doch niemand ist bereit, die Anzeige aufzunehmen. Gegen den Willen seiner direkten Vorgesetzten beginnt Radmann, sich mit dem Fall zu befassen, und stößt auf ein Geflecht aus Verdrängung, Verleugnung und Verklärung. Von Auschwitz haben in diesen Jahren die einen nach eigener Aussage nie gehört, die anderen wollen es so schnell wie möglich vergessen. Rückhalt findet er allein bei Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der die dort begangenen Verbrechen seit Langem an die Öffentlichkeit bringen möchte – für eine Anklage aber fehlen ihm die Beweise.
Entstehungsgeschichte
Giulio Ricciarelli inszenierte den Film, der 2014 erschien. Zur Besetzung gehören Alexander Fehling, André Szymanski, Friederike Becht und Johann von Bülow. Freigegeben ist der Film ab zwölf Jahren.
Hinter den Kulissen
Drama und Historie stehen nebeneinander, und der Stoff beruht auf einer wahren Begebenheit. Daraus folgt eine besondere Verpflichtung im Umgang mit dem Material: Erzählt wird nicht das Verbrechen selbst, sondern der Weg zu seiner juristischen Aufarbeitung – Aktenarbeit, Zeugensuche, Widerstand in den eigenen Reihen. Die Figur des jungen Staatsanwalts dient dabei als Zugang für ein Publikum, das genauso wenig weiß wie er. Das Schweigen, auf das der Titel verweist, ist weniger ein einzelnes Geheimnis als ein gesellschaftlicher Zustand.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,2 von 10 liegt die Bewertung deutlich über dem Mittelmaß, wenn auch auf einer Basis von nur einigen hundert Stimmen. Zwölf Jahre nach dem Erscheinen behält der Film seine Funktion als zugängliche Erzählung über die Anfänge der strafrechtlichen Aufarbeitung; innerhalb des historischen Dramas gehört er zu den Arbeiten, die Geschichte über Verfahren und Zuständigkeiten erzählen statt über Schlachtfelder.
Bilder








Besetzung & Stab
- Alexander Fehling als Johann Radmann
- André Szymanski als Thomas Gnielka
- Friederike Becht als Marlene Wondrak
- Johann von Bülow als Staatsanwalt Otto Haller
- Hansi Jochmann als Sekretärin Schmittchen
- Robert Hunger-Bühler als Oberstaatsanwalt Walter Friedberg
- Gert Voss als Generalstaatsanwalt Fritz Bauer
- Johannes Krisch als Simon Kirsch
- Peter Cieslinski als Amtsrichter
- Josephine Ehlert als Conny
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Verfügbarkeit
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