Jeanne Dielman (1976)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Chantal Akerman |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 201 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1976-01-21 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 120.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (410 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Eine verwitwete Hausfrau lebt mit ihrem jugendlichen Sohn in einer Wohnung und erledigt Tag für Tag dieselben Aufgaben. Sie hält den Haushalt in Ordnung, kümmert sich um die Räume, in denen sich ihr Leben abspielt, und greift gelegentlich zu Tricks, um über die Runden zu kommen. Ihr Dasein ist einsam und von festen Abläufen bestimmt.
Diese Ordnung scheint zunächst unerschütterlich. Doch langsam beginnt der ritualisierte Tagesablauf auseinanderzubrechen, und aus kleinen Abweichungen wird eine Bewegung, die das gesamte Gefüge dieses Alltags in Frage stellt.
Entstehungsgeschichte
Chantal Akerman hat das Drama inszeniert, erschienen ist es 1976. Delphine Seyrig steht an der Spitze der Besetzung, außerdem wirken Jan Decorte, Henri Storck und Jacques Doniol-Valcroze mit. Ab 16 Jahren ist der Film freigegeben. Der kurze Titel nennt schlicht den Namen der Hauptfigur und macht damit schon deutlich, dass sich alles um diese eine Frau dreht.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama, und seine Anlage ist bemerkenswert zurückgenommen. Im Mittelpunkt steht keine äußere Handlung mit Konflikten und Wendepunkten, sondern der Alltag selbst: Hausarbeit, Wiederholung, Routine. Eine solche Erzählweise lenkt den Blick auf das, was gewöhnlich übersehen wird, und macht Tätigkeiten sichtbar, die sonst nur am Rand einer Geschichte vorkommen.
Gerade weil die Ordnung so streng ist, gewinnt jede Abweichung an Gewicht. Wenn ein Leben aus festen Ritualen besteht, genügt eine kleine Störung, um Unruhe zu erzeugen. Die Spannung entsteht damit nicht aus Ereignissen, sondern aus der Beobachtung, wie etwas Vertrautes langsam ins Wanken gerät. Die Witwenschaft, die Einsamkeit und die Notwendigkeit, über die Runden zu kommen, deuten zugleich auf eine Frau hin, deren Routine auch ein Schutz ist, und legen nahe, dass deren Zerfall mehr bedeutet als eine bloße Unordnung im Haushalt.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,4 von 10 wird der Film gut bewertet, auf einer Basis von wenigen hundert Stimmen. 50 Jahre nach dem Erscheinen steht er für eine Form des Dramas, die sich ganz auf Alltag und Wiederholung einlässt und ihre Wirkung aus Geduld und genauer Beobachtung bezieht. Wer sich auf dieses Erzähltempo einlässt, findet eine Geschichte, deren Spannung sich erst allmählich entfaltet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Delphine Seyrig als Jeanne Dielman
- Jan Decorte als Sylvain Dielman
- Henri Storck als 1st Caller
- Jacques Doniol-Valcroze als 2nd Caller
- Yves Bical als 3rd Caller
- Chantal Akerman als Neighbor (voice) (uncredited)
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Verfügbarkeit
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