Johanna von Orleans (1999)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luc Besson |
|---|---|
| Genre | Abenteuer, Drama, Action, Historie, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 165 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1999-10-27 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 85.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 66.976.317 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,4 (1.649 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Film umspannt elf Jahre. Er beginnt 1420 mit der achtjährigen Jeanne in Domrémy und springt dann um ein Jahrzehnt weiter — zu der Siebzehnjährigen, die überzeugt ist, einen Auftrag zu haben.
Es folgen die Begegnung mit dem Dauphin Charles, die Befreiung von Orléans, dessen Krönung, der gescheiterte Angriff auf Paris, ihre Gefangennahme und die Verbrennung am 30. Mai 1431.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Luc Besson, der das Drehbuch gemeinsam mit Andrew Birkin schrieb. Produziert wurde der Film von Patrice Ledoux und Besson.
Milla Jovovich spielt Jeanne d'Arc, Dustin Hoffman eine Figur, die als ihr Gewissen auftritt und historisch nicht belegt ist, John Malkovich den Charles VII., Timothy West den Bischof Pierre Cauchon, Faye Dunaway die Jolanthe von Aragón, Tchéky Karyo den Jean de Dunois, Vincent Cassel den Gilles de Rais und Desmond Harrington den Jean d'Aulon.
Die Kamera führte Thierry Arbogast, den Schnitt Sylvie Landra, die Musik stammt von Eric Serra.
Der Film ist eine französische Produktion in englischer Sprache, dauert 158 Minuten und kostete rund 60 Millionen Dollar; weltweit spielte er etwa 67 Millionen ein.
Hinter den Kulissen
Der Film stützt sich auf die Prozessakten, nimmt sich daneben aber Freiheiten — Jeanne hatte historisch Brüder, im Film eine Schwester.
Die auffälligste Erfindung ist Dustin Hoffmans Figur. Ein Gewissen, das mit Jeanne spricht und ihre Berufung in Frage stellt, verschiebt den Stoff: Der Film entscheidet nicht, ob die Visionen echt waren, sondern lässt die Frage im Bild stehen.
Der Hundertjährige Krieg und das von englischen Truppen besetzte Frankreich bilden den Rahmen. Die Massenszenen wurden dafür entsprechend aufwendig angelegt.
Einordnung & Wirkung
2000 gab es zwei Césars — für die Kostüme von Catherine Leterrier und für den Ton. Hinzu kamen Prix Lumières für Film und Regie sowie eine Auszeichnung der Motion Picture Sound Editors für den Tonschnitt. Milla Jovovich war zugleich für die Goldene Himbeere nominiert.
Das Lexikon des internationalen Films sprach von einem rasant geschnittenen Film in atemraubend schönen Bildern mit kraftvoller Hauptdarstellerin als moderner Identifikationsfigur. Prisma fand ihn zu lang, lobte aber Jovovichs Darstellung zwischen Wahn und Wirklichkeit.
Der Historiker Gerd Krumeich nannte Bessons Arbeit einen sehr ernsthaften Versuch und die Massenszenen hervorragend gelungen, warf dem Film aber vor, zu sorglos mit den Quellen umzugehen.
Das Nebeneinander von César und Himbeere-Nominierung beschreibt die Aufnahme treffend.
Bilder








Besetzung & Stab
- Milla Jovovich als Joan of Arc
- John Malkovich als Charles VII
- Faye Dunaway als Yolande of Aragon
- Dustin Hoffman als Joan's conscience
- Pascal Greggory als The Duke of Alençon
- Vincent Cassel als Gilles de Rais
- Tchéky Karyo als Jean de Dunois
- Richard Ridings als La Hire
- Desmond Harrington als Aulon
- Timothy West als Cauchon
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Verfügbarkeit
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