Johnny zieht in den Krieg (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Dalton Trumbo |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Drama |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-08-04 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 1.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (428 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Johnny ist 17 Jahre alt und Bäcker, als der Erste Weltkrieg ausbricht. Er meldet sich freiwillig bei der US Army. An der Front trifft ihn eine Granate und verletzt ihn so schwer, dass von seinem Körper kaum etwas bleibt: Arme, Beine und Gesicht sind verloren.
Die Ärzte halten ihn dennoch künstlich am Leben, aus medizinischer Neugier. Für sie ist er ein Fall, ein Torso an Maschinen. Doch Johnny fühlt, denkt und lebt weiter, eingeschlossen in einem Körper, der sich kaum noch mitteilen kann.
Nur eine einfühlsame Krankenschwester beginnt zu begreifen, was er ihr mit rhythmischen Bewegungen seines Kopfes sagen will. Sie wird zu seiner einzigen Hoffnung und möchte ihm seinen letzten Wunsch erfüllen. Heimlich plant sie, die Maschinen abzuschalten. Wie es weitergeht, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Dalton Trumbo inszenierte das Drama, das 1971 herauskam und im Englischen „Johnny Got His Gun“ heißt. Timothy Bottoms, Kathy Fields, Marsha Hunt und Jason Robards stehen vor der Kamera. Ab 12 Jahren ist der Film freigegeben, obwohl er von schwerster Verwundung und der Frage nach einem selbstbestimmten Ende erzählt.
Hinter den Kulissen
Als Kriegsfilm und Drama verbindet das Werk zwei Perspektiven. Der Krieg ist Auslöser, doch der eigentliche Schauplatz liegt nicht auf dem Schlachtfeld, sondern im Krankenzimmer und im Inneren eines Menschen, der nicht mehr sprechen kann. Damit rückt der Film die Folgen der Gewalt in den Blick statt die Kampfhandlungen selbst.
Die Anlage stellt hohe Anforderungen an das Erzählen. Eine Hauptfigur ohne Gesicht und ohne Stimme verlangt, dass ihr Denken und Fühlen auf anderem Weg vermittelt wird. Die Krankenschwester wird so zur Brücke zwischen Johnny und der Außenwelt. Zugleich wirft die Geschichte ernste Fragen nach Würde, ärztlicher Verantwortung und dem Umgang mit Menschen auf, die nicht mehr für sich eintreten können.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsbewertung von 7,5 von 10 steht für deutliche Anerkennung. Sie beruht auf einigen hundert Stimmen, einer überschaubaren Basis. Seit dem Erscheinen sind 55 Jahre vergangen. Unter den Kriegsfilmen gehört er zu jenen, die den Blick von der Front abwenden und die Folgen für einen einzelnen Menschen ins Zentrum stellen.
Bilder




Besetzung & Stab
- Timothy Bottoms als Joe Bonham
- Kathy Fields als Kareen
- Marsha Hunt als Joe's Mother
- Jason Robards als Joe's Father
- Donald Sutherland als Christ
- Charles McGraw als Mike Burkeman
- Sandy Brown Wyeth als Lucky
- Don 'Red' Barry als Jody Simmons
- Peter Brocco als Ancient Prelate
- Kendell Clarke als Hospital Offical
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