L'arte della felicità (2013)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alessandro Rak |
|---|---|
| Genre | Animation, Drama |
| Laufzeit | 82 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2013-11-21 |
| TMDB-Bewertung | 8 (161 Stimmen) |
Worum es geht
Sergio fährt Taxi durch ein Neapel, das im Regen versinkt, zwischen Melancholie und Müll. Zehn Jahre zuvor ist sein Bruder Alfredo nach Tibet aufgebrochen und nie zurückgekehrt. Während seiner Fahrten begegnet Sergio unterschiedlichen Fahrgästen – einer Popsängerin, einem Sammler von Lebensresten, einem Radiomoderator, einem alten Onkel –, die jeder auf eigene Weise eine Spur des verlorenen Bruders in sich tragen. Sergio versucht, nicht stehenzubleiben, sich in der endlosen Fahrt durch die Stadt zu verlieren, doch die Erinnerungen holen ihn ein, vor allem die Musik, die er einst gemeinsam mit Alfredo geschrieben hat. Jene Klänge, die er für begraben hielt, drängen zurück und verlangen nach einem Resonanzraum. Als Sergio schließlich die Hände auf die Klaviertasten legt, spürt er Alfredo wieder – und lässt Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen.
Entstehungsgeschichte
„L'arte della felicità“ entstand 2013 unter der Regie von Alessandro Rak als Animationsfilm mit dramatischem Kern. Zu den Sprechrollen zählen Leandro Amato, Nando Paone, Renato Carpentieri und Jun Ichikawa.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Animation und Drama erlaubt es, eine Stadt wie einen inneren Zustand zu zeichnen – Neapel wird hier nicht dokumentarisch, sondern als Spiegel der Trauer Sergios gestaltet. Dass die Geschichte über eine Taxifahrt und eine Abfolge wechselnder Fahrgäste erzählt wird, schafft eine episodische Struktur, in der jede Begegnung ein weiteres Fragment der verlorenen Beziehung zum Bruder freilegt. Die Musik, die Sergio und Alfredo einst gemeinsam schrieben, ist dabei nicht bloß Erinnerung, sondern erzählerisches Bindeglied zwischen den Zeitebenen – ein Motiv, das die Anlage des Films als introspektive Studie über Verlust und Bewältigung unterstreicht, ohne auf äußere Handlung angewiesen zu sein.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,0 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein deutlich positives, aber zahlenmäßig begrenztes Echo ab. Über zehn Jahre nach seiner Entstehung steht der Film als Beispiel für erwachsenes Animationskino, das sich thematisch fernab klassischer Genrekonventionen bewegt und Trauer, Erinnerung und familiäre Bindung in den Mittelpunkt stellt.
Bilder

Besetzung & Stab
- Leandro Amato als Sergio Cometa (voice)
- Nando Paone als Alfredo Cometa (voice)
- Renato Carpentieri als Zio Luciano Cometa (voice)
- Jun Ichikawa als Antonia (voice)
- Lucio Allocca als padre di Sergio e Alfredo (voice)
- Silvia Baritzka als Lariza (voice)
- Francesca Romana Bergamo als Conduttrice del Radiogiornale (voice)
- Antonio Brachi als Maurizio Brachetti, il gallerista (voice)
- Iolanda Semez als Sig.ra Pinotta (voice) / madre di Sergio e Alfredo (voice)
- Patrizia Di Martino als Erika (voice) / Donne napoletane (voice)
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