Léolo (1992)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Claude Lauzon |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Fantasy |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1992-09-16 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (148 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Léolo lebt lieber in seiner eigenen Geschichte als in der Wirklichkeit. Er erzählt sich, seine Mutter sei durch eine verseuchte Tomate schwanger geworden, weil der Arzt ihr die Wahrheit nicht zu sagen wagte. Für ihn ist das plausibler als das, was um ihn herum passiert. Seine Familie erscheint ihm wie ein einziges Unglück, geprägt von einem Großvater, dem er die Schuld für die Verwirrung aller gibt, und einem Psychiater, der über allem wacht. Einzig die Zuneigung zu Bianca, dem Mädchen aus der Nachbarschaft, gibt seinem Alltag etwas, das sich nicht wie Flucht anfühlt. Für sie wäre er notfalls bereit, sich gegen die eigene Familie zu stellen. Wie weit ihn seine Fantasie und seine Zuneigung tatsächlich tragen, bleibt offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 1992 und wurde von Jean-Claude Lauzon inszeniert. In den Hauptrollen sind Gilbert Sicotte, Maxime Collin, Ginette Reno und Julien Guiomar zu sehen. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie, Drama und Fantasy deutet an, wie hier erzählt wird: Die harte, oft bedrückende Realität einer zerrütteten Familie wird durch die Vorstellungskraft der Hauptfigur gebrochen, sodass Komik und Schwere nebeneinanderstehen. Dass die Geschichte konsequent aus der subjektiven Wahrnehmung eines Jungen heraus aufgebaut ist, der sich seine eigene Erklärung für die Welt zurechtlegt, erklärt auch die Alterseinstufung ab 16 – das Familienbild, das hier gezeichnet wird, ist unbeschönigt und teils verstörend. Die Liebe zu Bianca fungiert als einziger stabiler Fixpunkt in einem Umfeld, das der Protagonist selbst als Albtraum begreift.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,2 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich Léolo im positiven Bereich, ohne dass sich daraus ein breiter Konsens ablesen ließe. Die mittlerweile über drei Jahrzehnte zurückliegende Entstehungszeit erklärt auch, warum sich das Bewertungspublikum in Grenzen hält. Innerhalb der Schnittmenge von Komödie, Drama und Fantasy nimmt der Film eine Position ein, die sich weniger über Genrekonventionen als über die besondere erzählerische Perspektive definiert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Gilbert Sicotte als Narrator (voice)
- Maxime Collin als Léolo
- Ginette Reno als Mother
- Julien Guiomar als Grandfather
- Giuditta Del Vecchio als Bianca
- Andrée Lachapelle als Psychiatrist
- Denys Arcand als Director
- Germain Houde als Teacher
- Yves Montmarquette als Fernand
- Lorne Brass als Fernand's enemy
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.