La niña santa (2004)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lucrecia Martel |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 106 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2004-05-06 |
| Budget | 1.400.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (108 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Amalia ist eine Jugendliche, in der sich zwei starke Kraefte begegnen: eine erwachende Sexualitaet und eine tief verwurzelte katholische Glaeubigkeit. Als der zu Besuch weilende Dr. Jano die Enge einer Menschenmenge nutzt, um sich ihr unangemessen zu naehern, empfindet Amalia Abscheu, zugleich aber auch ein inneres Feuer. Aus diesem Gefuehl heraus entsteht ein Plan, der so absurd wie folgerichtig wirkt: Sie begreift es als ihre gottgegebene Aufgabe, den Mann vor seinem eigenen Verhalten zu retten. Um das zu tun, beginnt sie, ihn zu beobachten, ihm zu folgen, sich ihm auf eine Weise zu naehern, die zwischen Mission und Obsession changiert. Aus einem Opfer wird so eine eigentuemliche Beobachterin, deren Motive sich nicht eindeutig auflösen lassen.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 2004 und wurde von Lucrecia Martel inszeniert. In den zentralen Rollen sind María Alché, Mercedes Morán, Julieta Zylberberg und Carlos Belloso zu sehen. Eingeordnet ist das Werk als Drama.
Hinter den Kulissen
Schon die Themenwahl verraet die Anlage des Films: Glaube und Begehren werden nicht als Gegensaetze behandelt, sondern als miteinander verschraenkte Antriebe einer jungen Figur, die beide gleichzeitig ernst nimmt. Dass die Handlung sich aus der Perspektive der Jugendlichen entwickelt, verschiebt die moralische Wertung weg von einer klaren Taeter-Opfer-Erzaehlung hin zu einem Zustand der Ambivalenz, in dem Zuneigung, Ekel und Sendungsbewusstsein ineinanderfliessen. Die Konzentration auf ein enges Figurenensemble deutet darauf hin, dass es weniger um aeussere Handlung als um innere Zustaende und Blickverhaeltnisse geht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen liesse. Seit dem Erscheinungsjahr 2004 sind mittlerweile mehr als zwanzig Jahre vergangen, was den Film klar in eine frühere Phase des internationalen Autorenkinos einordnet. Innerhalb des Dramas nimmt er eine eigenwillige Stellung ein, da er ein heikles Thema nicht ueber deutliche Konfliktlinien, sondern ueber diffuse, moralisch schwer greifbare Gefuehlslagen entfaltet.
Bilder





Besetzung & Stab
- María Alché als Amalia
- Mercedes Morán als Helena
- Julieta Zylberberg als Josefina
- Carlos Belloso als Dr. Jano
- Alejandro Urdapilleta als Freddy
- Mía Maestro als Inés
- Marta Lubos als Mirta
- Arturo Goetz als Dr. Vesalio
- Alejo Mango als Dr. Cuesta
- Mónica Villa als Madre de Josefina
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Verfügbarkeit
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