Los santos inocentes (1984)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mario Camus |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1984-04-04 |
| Einspielergebnis | 3.149.062 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (132 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Irgendwo im spanischen Hinterland, in den 1960er Jahren: Paco und seine Frau Régula leben in bitterer Armut. Als Pächter arbeiten sie für einen wohlhabenden Grundbesitzer, dem ihr Alltag und ihre Arbeitskraft praktisch gehören. Von ihren drei Kindern ist eines geistig behindert, die anderen dürfen nicht zur Schule gehen, weil der Gutsherr ihre Arbeit braucht. Die Lage spitzt sich zu, als Régulas Bruder nach 61 Jahren Dienst von seinem Arbeitsplatz entlassen wird und sich bei der kleinen Familie einquartiert. Wie sich das Zusammenleben unter diesen Bedingungen weiterentwickelt, bleibt hier unerzählt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1984 unter der Regie von Mario Camus. In den Hauptrollen sind Alfredo Landa, Terele Pávez, Belén Ballesteros und Juan Sánchez zu sehen. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte ist als Angriff auf das Archaische im spanischen Hinterland der 1960er Jahre angelegt – eine Formulierung, die zeigt, dass es hier nicht um individuelles Schicksal allein geht, sondern um eine gesellschaftliche Ordnung, die Abhängigkeit und Ausbeutung strukturell festschreibt. Dass die Kinder der Familie von Schulbildung ausgeschlossen bleiben, weil ihre Arbeitskraft gebraucht wird, und dass ein Mann nach jahrzehntelanger Arbeit ohne Absicherung dasteht, sind keine Nebendetails, sondern der eigentliche Kern der Erzählung. Die Wahl, eine geistige Behinderung eines der Kinder in diesen Kontext einzubetten, verstärkt den Eindruck, dass Verletzlichkeit in diesem System keinen Schutz findet, sondern der Willkür der Besitzverhältnisse ausgeliefert bleibt. Die Konzentration auf eine einzelne Familie erlaubt es, das größere gesellschaftliche Gefüge im Kleinen sichtbar zu machen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,8 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein positives, aber statistisch schmales Bild ab. Seit der Entstehung des Films 1984 sind mittlerweile über vier Jahrzehnte vergangen, was ihn als historisches Drama über eine konkrete Zeit und Gesellschaftsordnung erscheinen lässt, nicht als aktuelles Zeitporträt. Innerhalb des Dramagenres steht er für eine Erzählweise, die soziale Verhältnisse anhand eines familiären Mikrokosmos verhandelt, ohne auf große dramatische Zuspitzungen angewiesen zu sein.
Bilder




Besetzung & Stab
- Alfredo Landa als Paco, El Bajo
- Terele Pávez als Régula
- Belén Ballesteros als Nieves
- Juan Sachez als Quirce
- Susana Sánchez als La Niña Chica
- Francisco Rabal als Azarías
- Ágata Lys als Doña Pura
- Agustín González als Don Pedro
- Juan Diego als Señorito Iván
- Mary Carrillo als Señora Marquesa
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