Maine Océan (1986)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jacques Rozier |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 136 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1986-04-16 |
| TMDB-Bewertung | 5,8 (124 Stimmen) |
Worum es geht
Eine brasilianische Tänzerin, die kein Wort Französisch spricht, springt gerade noch in den Express „Maine Océan“ von Paris nach Saint-Nazaire. In der Hast hat Déjanira ihre Fahrkarte nicht entwertet, was den beiden Schaffnern Le Garrec und Pontoiseau auffällt. Da beide sich nur in rudimentärem Englisch verständigen können, gerät die Situation ins Absurde. Eine mitreisende Anwältin, Me Mimi de Saint-Marc, nimmt Partei für die junge Frau, und aus dem Streit im Zugabteil entwickelt sich eine Bekanntschaft, die über die Zugfahrt hinausreicht: Die Anwältin nimmt Déjanira mit nach Baugé, wo sie einen Seemann von der Île d’Yeu verteidigt, dem zu Unrecht vorgeworfen wird, einen Autofahrer angegriffen zu haben. Pontoiseau seinerseits sucht bald einen Vorwand, die Tänzerin wiederzusehen.
Entstehungsgeschichte
„Maine Océan“ entstand 1986 unter der Regie von Jacques Rozier. In den Hauptrollen sind Luis Rego, Yves Afonso, Lydia Feld und Bernard Ménez zu sehen. Der Film ist als Komödie angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte setzt auf eine Verkettung von Zufällen und Sprachverwirrungen als komisches Motor: Eine Sprachbarriere zwischen Schaffnern und Passagierin, eine Anwältin, die sich spontan einmischt, und ein Gerichtsfall, der die Reise in eine andere Richtung lenkt, als sie begann. Die Anlage folgt weniger einer stringenten Handlung als einer losen Kette von Begegnungen, die von einem Ort zum nächsten führt – vom Zugabteil ins ländliche Baugé. Die Besetzung mit vier Darstellern, die jeweils klar umrissene Figuren wie Schaffner, Anwältin oder Angeklagten verkörpern, deutet auf ein Ensemblestück hin, in dem Missverständnisse und aneinander vorbeilaufende Absichten den Ton bestimmen. Dass die Hauptfigur kein Französisch spricht, während sich die übrigen Figuren um Verständigung bemühen, macht die Kommunikationsschwierigkeit selbst zum komischen Prinzip.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 5,8 bei einer eher schmalen, vierstelligen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich – kein breiter Publikumserfolg, aber auch keine Ablehnung. Seit der Entstehung 1986 sind inzwischen knapp vierzig Jahre vergangen, was den Film als Zeitzeugnis einer bestimmten französischen Komödientradition erscheinen lässt, die auf Situationskomik und Sprachverwirrung statt auf große Pointen setzt. Innerhalb des Komödiengenres ordnet er sich als kleinerer, dialoggetriebener Titel ein, dessen Wirkung sich vor allem aus dem Zusammenspiel der Figuren ergibt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Luis Rego als Contrôleur Lucien Pontoiseau
- Yves Afonso als Marcel Petitgas
- Lydia Feld als Maître Mimi de Saint-Marc, avocate
- Bernard Ménez als Contrôleur titualire Le Gallec
- Rosa-Maria Gomes als Dejanira
- Abdel Kedadouche als Le serveur au bar du train
- Bernard Dumaine als Le Président du tribunal
- Pedro Armendáriz Jr. als Pedro de la Moccorra
- Jean-Paul Bonnaire als Le procureur à l'audience
- Christian Bouillette als Lucien Vallée
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