Mein Onkel aus Amerika (1980)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alain Resnais |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 126 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1980-05-21 |
| TMDB-Bewertung | 7 (214 Stimmen) |
Worum es geht
Drei Leben, drei Herkünfte, ein gemeinsames Geflecht: Ein Nachrichtenredakteur verliert seinen Posten und sucht sein Glück als Medienpolitiker und Schriftsteller. Eine Schauspielerin, Tochter eines kommunistischen Arbeiters, wird zeitweise seine Geliebte. Ein Bauernsohn arbeitet sich zum Fabrikleiter hoch, ist der Aufgabe aber nicht gewachsen. Ihre beruflichen und privaten Wege kreuzen sich immer wieder, und an diesen drei Biografien wird menschliches Verhalten gleichsam wie unter einem Mikroskop betrachtet, im Rückgriff auf Erkenntnisse der modernen Verhaltensforschung, die den Geschichten eine zweite, erklärende Ebene unterlegt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1980 unter der Regie von Alain Resnais. Zu sehen sind Gérard Depardieu, Nicole Garcia, Roger Pierre und Nelly Borgeaud in den zentralen Rollen der drei ineinander verwobenen Lebensgeschichten.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie, Drama und Liebesfilm verweist auf eine Erzählweise, die zwischen Nähe und Distanz wechselt: Persönliche Verstrickungen, beruflicher Ehrgeiz und private Enttäuschungen werden nicht nur nacherzählt, sondern zugleich durch den Blick der Verhaltensforschung gerahmt. Diese Anlage macht aus den drei Figuren weniger Einzelschicksale als Fallbeispiele, an denen sich wiederkehrende Muster menschlichen Verhaltens ablesen lassen sollen. Die Herkunft der Figuren aus unterschiedlichen sozialen Milieus – Arbeiterfamilie, Landwirtschaft, Medienwelt – sorgt dafür, dass die Beobachtungen nicht auf eine einzelne Lebenswelt beschränkt bleiben, sondern ein breiteres Spektrum gesellschaftlicher Erfahrung abdecken. Dass die Wege der drei sich beruflich wie privat immer wieder kreuzen, verstärkt den Eindruck eines Beziehungsgeflechts, das exemplarisch gelesen werden will.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film als solide, aber nicht breit diskutiertes Werk einordnen. Seit seinem Erscheinen 1980 sind mehr als vierzig Jahre vergangen, ein Abstand, der die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Milieus und beruflichem Scheitern in ein Frankreich versetzt, das sich seither deutlich gewandelt hat. Innerhalb der Schnittmenge aus Komödie, Drama und Liebesfilm nimmt der Titel durch seinen wissenschaftlich grundierten Blickwinkel auf menschliches Verhalten eine eigene Position ein.
Bilder







Besetzung & Stab
- Gérard Depardieu als René Ragueneau
- Nicole Garcia als Janine Garnier
- Roger Pierre als Jean Le Gall
- Nelly Borgeaud als Arlette Le Gall
- Pierre Arditi als Zambeaux, le représentant de la direction générale à Paris
- Gérard Darrieu als Léon Veestrate
- Philippe Laudenbach als Michel Aubert
- Marie Dubois als Thérèse Ragueneau
- Henri Laborit als Henri Laborit
- Bernard Malaterre als Jean's Father
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Verfügbarkeit
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