Mission (1986)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roland Joffé |
|---|---|
| Genre | Abenteuer, Drama, Action, Historie |
| Laufzeit | 126 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1986-09-06 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 24.500.000 $ |
| Einspielergebnis | 17.200.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (1.600 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Südamerika im 18. Jahrhundert. Pater Gabriel leitet eine Jesuitenmission bei den Guaraní.
Rodrigo Mendoza war Sklavenhändler. Nachdem er seinen Halbbruder getötet hat, sucht er bei den Jesuiten Buße und bleibt bei der Mission. Dann verschiebt der Vertrag von Madrid im Jahr 1750 die Grenzen: Die Missionen liegen nun auf portugiesischem Gebiet — und die Kolonialmacht duldet sie nicht.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Roland Joffé, das Drehbuch schrieb Robert Bolt. Angeregt wurde es durch das Theaterstück „Das heilige Experiment" des österreichischen Dramatikers Fritz Hochwälder aus dem Jahr 1943. Produziert wurde der Film von Fernando Ghia und David Puttnam.
Robert De Niro spielt Rodrigo Mendoza, Jeremy Irons den Pater Gabriel, Ray McAnally den Altamirano, Aidan Quinn den Felipe Mendoza und Liam Neeson den Pater Fielding.
Die Kamera führte Chris Menges, den Schnitt Jim Clark, die Musik stammt von Ennio Morricone.
Gedreht wurde an den Iguazú-Wasserfällen in Argentinien sowie in Kolumbien — in Cartagena und am Río Magdalena. Die Guaraní wurden von Angehörigen des Volkes der Wounaan dargestellt.
Hinter den Kulissen
Der historische Hintergrund ist der Guaraní-Krieg von 1754 bis 1756, in dem Angehörige dieses Volkes unter Sepé Tiaraju ihre Heimat gegen spanische und portugiesische Truppen verteidigten.
Die Figuren haben reale Vorbilder. Pater Gabriel trägt Züge von Roque González de Santa Cruz, der von 1576 bis 1628 lebte und 1988 heiliggesprochen wurde; Altamirano entspricht dem päpstlichen Gesandten Luis Altamirano, der 1752 nach Paraguay geschickt wurde.
Der Kern des Films ist eine Entscheidung, die keine richtige Antwort hat: Als die Mission angegriffen wird, wählt Mendoza die Waffen und Gabriel den gewaltlosen Widerstand. Der Film urteilt nicht darüber.
Ennio Morricones „Gabriels Oboe" belegte 2005 in einer Liste der besten amerikanischen Filmmusiken Platz 23.
Einordnung & Wirkung
In Cannes gewann der Film 1986 die Goldene Palme.
Bei den Oscars 1987 gewann Chris Menges für die beste Kamera; nominiert war der Film zudem als bester Film, für die Regie, Musik, Szenenbild, Kostüme und Schnitt. Bei den Golden Globes gewannen Morricone für die Musik und Bolt für das Drehbuch; hinzu kamen drei BAFTA Awards.
1995 wurde der Film in die Filmliste des Vatikans aufgenommen; 2009 wählte ihn eine niederländische Jury zum besten katholischen Film aller Zeiten.
Roger Ebert kritisierte dagegen eine fehlende geschlossene Handlung und verwirrende Kampfszenen. Rita Kempley lobte die Bilder der Wasserfälle, Steven D. Greydanus nannte den Film nicht perfekt, aber mit den bewegendsten Bildern von Verzweiflung, Buße und Versöhnung.
Das Lexikon des internationalen Films würdigte ein Drama, das ethische Ansprüche formuliert und den inneren Konflikt differenziert darstellt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Robert De Niro als Rodrigo Mendoza
- Jeremy Irons als Father Gabriel
- Ray McAnally als Cardinal Altamirano
- Aidan Quinn als Felipe Mendoza
- Liam Neeson als Father John Fielding
- Cherie Lunghi als Carlotta
- Ronald Pickup als Hontar
- Chuck Low als Don Cabeza
- Bercelio Moya als Indian Boy
- Sigifredo Ismare als Witch Doctor
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