Napoleon vom Broadway (1934)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Howard Hawks |
|---|---|
| Genre | Komödie, Liebesfilm |
| Laufzeit | 91 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1934-05-11 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (114 Stimmen) |
Worum es geht
Ein Broadway-Regisseur mit einem Faible für Kontrolle, Oscar Jaffe, formt aus einer unbekannten Schauspielerin, Lily Garland, einen Star. Doch sein herrschaftliches Auftreten treibt sie schließlich nach Hollywood. Ohne seine wichtigste Attraktion verliert Jaffe an Boden, sein Erfolg schwindet. Der Zufall bringt beide wieder zusammen: an Bord der 20th Century Limited, jenem Zug, der Chicago mit New York verbindet. Auf dieser Reise setzt Oscar alles daran, seine frühere Entdeckung zu einem neuen Vertrag zu bewegen. Die Geschichte spielt sich fast vollständig zwischen Abteilen und Gängen ab, was der Auseinandersetzung zwischen den beiden eine enge, fast theatrale Zuspitzung verleiht.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1934 unter der Regie von Howard Hawks. In den Hauptrollen sind John Barrymore als Oscar Jaffe und Carole Lombard als Lily Garland zu sehen, an ihrer Seite Walter Connolly und Roscoe Karns. Der deutsche Titel lautet „Napoleon vom Broadway“, im Original heißt der Film „Twentieth Century“ – eine direkte Anspielung auf den Zug, der den Schauplatz der zweiten Filmhälfte bildet.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Komödie mit Liebesfilm-Elementen erklärt sich aus der Konstruktion: Eine gescheiterte berufliche wie private Beziehung wird auf engstem Raum wieder aufgenommen, was Situationskomik geradezu erzwingt. Dass beide Hauptfiguren aus dem Theatermilieu stammen, gibt der Auseinandersetzung eine selbstironische Note – Übertreibung und Inszenierung sind hier nicht nur Stilmittel, sondern Teil der Charaktere selbst. Die Beschränkung auf einen Zug als Handlungsort verstärkt den Eindruck einer Kammerspiel-Komödie, in der Dialoge und Tempo wichtiger sind als äußere Handlung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,8 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überragenden Bereich. Neunzig Jahre nach seiner Entstehung zählt er zu den frühen Beispielen einer Komödienform, die auf schnellen Dialogen und der Umkehrung von Machtverhältnissen zwischen den Geschlechtern basiert. Die Kombination aus Regie und Besetzung – zwei durchsetzungsstarke Hauptfiguren im Wortgefecht – lässt sich als charakteristisch für diese Spielart des Genres lesen, ohne dass sich daraus weitergehende Wertungen über die Rezeption ableiten lassen.
Bilder






Besetzung & Stab
- John Barrymore als Oscar Jaffe
- Carole Lombard als Lily Garland, formerly Mildred Plotka
- Walter Connolly als Oliver Webb
- Roscoe Karns als Owen O'Malley
- Ralph Forbes als George Smith
- Charles Lane als Max Jacobs
- Etienne Girardot als Matthew J. Clark
- Dale Fuller als Sadie
- Edgar Kennedy als Oscar McGonigle
- Billie Seward als Anita
Weitere Filme von Howard Hawks
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.