Nekromantik (1988)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jörg Buttgereit |
|---|---|
| Genre | Drama, Horror |
| Laufzeit | 71 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1988-01-29 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 5,1 (334 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Rob ist ein verstörter Mann, dessen Arbeit ihn mit den Toten von Verkehrsunfällen in Berührung bringt. Diese Nähe nutzt er auf abgründige Weise: Er entwendet Körperteile der Opfer, darunter Augen, Füße und Finger, und bringt sie nach Hause zu seiner Freundin Betty. Sie teilt seine nekrophile Neigung und bewahrt die Funde sorgfältig in Gläsern auf.
Die Beziehung der beiden nimmt eine weitere Wendung, als Rob die bereits verwesende Leiche eines Mannes mitbringt, der erschossen wurde. Der Tote wird zum dritten Teilnehmer ihrer Zweisamkeit. Dann aber verliert Rob seine Arbeit und damit den Zugang zu allem, was dieses Zusammenleben bisher bestimmt hat. Betty reagiert mit Wut, verlässt ihn und nimmt den Leichnam mit. Was Rob danach bleibt, lässt die Handlung an dieser Stelle offen.
Entstehungsgeschichte
Jörg Buttgereit führte Regie bei diesem Film von 1988. Zur Besetzung gehören Beatrice Manowski, Harald Lundt, Colloseo Schulzendorf und Volker Hauptvogel. Die Freigabe ab 18 Jahren macht deutlich, dass sich der Stoff ausschließlich an Erwachsene richtet.
Hinter den Kulissen
Drama und Horror verbinden sich hier auf eine Weise, die das Grauen nicht aus dem Übernatürlichen bezieht, sondern aus menschlichen Abgründen. Es gibt kein Monster und keinen Fluch, sondern zwei Menschen, deren Begehren sich auf den Tod richtet. Der Horror entsteht aus der Nüchternheit, mit der das Paar seine Sammlung pflegt.
Der Dramaanteil zeigt sich in der Beziehungsgeschichte. Im Kern erzählt der Film von einem Paar, dessen Zusammenhalt an einer gemeinsamen Obsession hängt. Als Rob seine Arbeit verliert, zerbricht mit dem Zugang zu den Toten auch die Bindung zu Betty. Diese Verknüpfung von Arbeitsverlust und Verlassenwerden gibt dem verstörenden Stoff eine erkennbar menschliche Struktur, ohne ihn zu entschärfen.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung liegt bei 5,1 von 10, gestützt auf einige hundert Stimmen. Der Wert spiegelt ein gespaltenes Urteil, was bei einem derart extremen Thema kaum überrascht.
Seit dem Erscheinen sind 38 Jahre vergangen. Innerhalb des Horrorfilms nimmt der Titel eine Randposition ein, weil er Tabus nicht andeutet, sondern ins Zentrum rückt. Wer sich ihm nähert, sollte wissen, dass Tod und Verfall hier nicht als Schreckmoment, sondern als Gegenstand des Begehrens erzählt werden.
Bilder








Besetzung & Stab
- Beatrice Manowski als Betty
- Harald Lundt als Bruno
- Colloseo Schulzendorf als Joe
- Volker Hauptvogel als Man with gun
- Patricia Leipold als Prostitute
- Franz Rodenkirchen als Pornokiller
- Daktari Lorenz als Robert Schmadtke
- Jörg Buttgereit als J.S.A.
- Harald Weis als Dead in Garden
- Suza Kohlstedt als Vera
Weitere Filme von Jörg Buttgereit
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.