O Fantasma (2000)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | João Pedro Rodrigues |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2000-10-20 |
| Einspielergebnis | 126.783 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,2 (125 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Sérgio arbeitet nachts als Müllmann in Lissabon, unsichtbar für die Stadt, die er durchstreift. Tagsüber gehört sein Leben den Fantasien: flüchtiger Sex mit Fremden, geprägt von Unterwerfung und Kontrolle, ein Dasein, das kaum von Sprache begleitet wird. Sérgio handelt instinktiv, nimmt sich, was er will, wie ein Tier, das keine Rücksicht kennt. Als er eines Nachts einem jungen Motorradfahrer begegnet, verschiebt sich etwas in ihm. Seine Begierde bündelt sich auf diese eine Person, und aus der Obsession entwickelt sich eine Verwandlung, die sein Äußeres ebenso erfasst wie sein Inneres. Ein in Latex gehüllter Körper zieht durch die Stadt, asozial und zunehmend fremd. Der Film endet ohne Erklärung, ohne Einordnung – Sérgio verschwindet als kaum mehr menschliche Figur auf der Müllkippe, die seinen Arbeitsalltag geprägt hat.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand im Jahr 2000 unter der Regie von João Pedro Rodrigues. In den Hauptrollen sind Ricardo Meneses, Beatriz Torcato, André Barbosa und Eurico Vieira zu sehen. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verzichtet weitgehend auf Dialog und erzählt stattdessen über Körper, Blick und Handlung. Diese Reduktion passt zu einer Figur, die sich selbst kaum über Sprache definiert, sondern über Instinkt und Begehren. Die fortschreitende Verwandlung Sérgios – vom Menschen zur latexverhüllten, kaum mehr fassbaren Gestalt – macht die innere Entwicklung sichtbar, ohne sie zu kommentieren. Die Nähe von Arbeit an Müll und der finalen Rückkehr zur Müllkippe rahmt die Erzählung: Ausgangspunkt und Endpunkt fallen zusammen, was der Geschichte eine geschlossene, fast zyklische Form gibt. Dass der Film am Schluss keine Erklärung anbietet, unterstreicht die konsequente Verweigerung jeder psychologischen Deutungshilfe.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,2 bei einer noch schmalen Bewertungsbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich dessen, was ein Publikum zu einem so kompromisslosen Stoff äußert. Seit dem Erscheinungsjahr 2000 sind inzwischen 25 Jahre vergangen, ohne dass sich an der Direktheit der Bilder etwas relativiert hätte. Innerhalb des Dramas nimmt der Film eine Randposition ein, da er auf klassische Erzählmuster verzichtet und stattdessen körperliche und triebhafte Zustände in den Vordergrund stellt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ricardo Meneses als Sérgio
- Beatriz Torcato als Fátima
- André Barbosa als João
- Eurico Vieira als Virgilio
- Joaquim Oliveira als Mário
- Florindo Lourenço als Matos
- Rodrigo Garín als Young man in bathroom
- Jorge Almeida als Police 1
- Maria Paola Porru als João's mother
- Luis Zorro als Young man in Sérgio's room
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Verfügbarkeit
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